Maßstäbe gesetzt und praktiziert. Zum Ende der "Ära Foley"

Benedikt Steinschulte
2007 Communicatio Socialis  
Zum Ende der "Ära Foley" Mit der Ernennung des Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel, Erzbischof John P. Foley, zum Pro-Grassmeister des Ritterordens vom Hl. Grab und damit zum Nachfolger des italienischen Kardinals Carlo Furno, der ebenfalls im Alter von 72 Jahren in dieses Amt berufen worden war, ist nunmehr die "Ära Foley" in der Leitung dieses Rates zu Ende gegangen. Eine umfassende Darstellung der Präsidentschaft von Erzbischof Foley kann hier nicht
more » ... n hier nicht vorgelegt werden, zumal seine mehr als 23-jährige unermüdliche Tätigkeit, vor allem außerhalb der Kurie und des Vatikans, längere Recherchen für eine sorgfältige Darstellung und Analyse notwendig macht und ein langjähriger Mitarbeiter sicher nicht die einzige Stimme in der Würdigung einer "Ära" sein sollte. Daher sollen an dieser Stelle ein kurzer Rückblick und einige Schlaglichter aus der täglichen Erfahrung und Beobachtung genügen. John Foley gehört zu jener Gruppe von Menschen, die bereits als Heranwachsende sich intensiv mit einer Materie beschäftigten, die dann ihr ganzes Leben prägen wird. Seine Erfahrung am Mikrophon einer lokalen Radiostation in Philadelphia begann 1948, als er 13 Jahre alt war. Und wer ihn als Kommentator bei Papstmessen oder beim Segen Urbi et Orbi erlebt, der sieht, dass ihm die "operative" journalistische Tätigkeit "vor Ort" heute, im Alter von 72 Jahren, immer noch mindestens so viel Freude macht wie damals 1948, in jenem Jahr, als Papst Pius XII. die Päpstliche Kommission für den didaktischen und religiösen Film gründete, die erste Vorläufer-Institution des heutigen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel. Die Medienbiographie von John Foley fällt also zusammen mit der Gründung und Entwicklung einer vatikanischen Zentralstelle für Medien. Eine doppelte Berufung: Als Priester in den Medien Der Weg in einen Medienberuf war für den jungen Amerikaner zwar durchaus eine Berufung und eine Herzenssache, jedoch nicht die Konsequenz eines eigenen freien Entschlusses zu einem Medienberuf, sondern die Entscheidung des Erzbischofs von Philadelphia, des späteren Kardinals John Krol. Denn noch vor aller Liebe und Berufung zu einer Tätigkeit in und mit den Medien ist J ohn Foley ein Mann der Kirche, eine
doi:10.5771/0010-3497-2007-3-299 fatcat:ivjh3fixj5e7xlxznefrd7krte