Ueber das Stanndimethyldiäthyl

Stu. D. N. Morgunoff
1867 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Die Versuche von P o p o f f mit den Ketonen *) haben gezeigt, dafs, ob das Radical CO zuerst mit Methyl und dann mit Amyl, oder zuerst mit Amyl und spater mit Methyl vereinigt wird , immer dasselbe Methylainylketoii entsteht, und dafs man demgemafs keinen Grund hat, die zwei Affinitatseinheiten von Carbonyl (nach K o I b e zwei extraradicale Affinitiitseinheiten des Kohlenstoffatoms) als von eiiiander verschieden zu betrachten. Die von F r a n k l a n d aiigegebene Existenz des
more » ... des Stanndimethyldiathyls Sn {[ Eyi ?; , und die Moglichkeit , diese Verbindung auf zwei verschiedene und entgegengesetzte Weisen zu bereiten, schien zu gestalten, eine ahnliche Frage in Betreff des tetravalenten Zinnatonis zu beantworten, und zwar zu entscheiden, ob seine zwei zuerst wirkenden Affinitatseinheiten (intraradicale Affinitatseinheiten, wenn man das Zinnatom mit Kohlenstoffatom vergleichen will) mit den zwei anderen (extraradicalen) Affinitalseinheiten identisch oder davon verschieden sind. Die im Nachfolgenden beschriebenen Versuche, die ich auf Veranlassung von Prof. B u t 1 e r o w und unter seiner Leitung angestellt habe, zeigen, dafs keine Ursache vorliegt, die oben erwiihnte Verschiedenheit der Affinitatseinheiteii vom Zinnatom anzunehmen. Nach der von F r A n k 1 a n d vorgeschriebenon Methode gelang es mir nicht, Stanndimethyldiathyl in reinein Zustande zu gewinnen. Als ich namlich das blige Product der Einwirkung von Zinkmethyl auf Slanndiiitliyljodid Sn((Cf5)r in *) Zeitschr. f. Chem. 1865, 5. 577.
doi:10.1002/jlac.18671440206 fatcat:aqbkfa3uajcfnp5qmt7zwvx3fi