Ester des tertiären Trichlor-butylalkohols und ihre Pharmakologie

R. Wolffenstein, A. Loewy, M. Bachstez
1915 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
2035 Wasserdiimpfen ziemlich fliichtig sind. getrocknet. Wurde z u r Analyse bei 1 loo C,H5NO3C11. Ber. C 37.84, 1-1 2.15, N 6.30. Gef. m 37.58, n 2.56, D 6.47. Das Acetyl-Derivat des rorstehend beschriebenen K6rpers bildet nach dem Umkrystallisieren nus Ligroin nad Benzol gelblich-weille Nadeln V Q~ Schmp. 98O. CpH~NOIC1~. Ber. N 5.05. Gel. N 5.55. G en f , Universitiitslaboratorium, Dezember 1902. 241. R. Wolffenstein, A. L o e w y und'k. Baohetes: Bbter de8 tartihen Trlohlor-butylalkohob und
more » ... or-butylalkohob und ihre iPharmakologis. (Eingegangen am 4. November 1915; vorgetmgen von Hm. Wolffenstein in der Sitznng vom 15. Oktober.) Die pharmakologiscbe Verwendung von Phenolen geschieht vielfach in der Weise, dal3 die Hydroxyle durch Einffihrung von Acylgruppen verdeckt werden. Diese Art der Synthese ist beim Salol zuerst durchgeftihrt und als Salol-Prinzip bekannt. Derartige Verbindungen passieren den Magen unzersetzt und gelangen erst im alkrtlisch reagierenden Darm zur Aufspaltung. Durch diese Verdeckung der Hydroxylgruppen wird aber nicht rllein den Phenol-Priiparaten eine schiidigende oder reizende Wirkung genommen, modern es entsteht der weitere Vorteil, daa solche mgeschiitztec Verbindungen ihre pharmakodynamische Wirkung nicht mit einem Schlage im uberreichen MaBe entlalten, urn danach in ihrern Effekt unverhiiltnisrnal3ig rasch abzuklingen, vieimehr eine andauernde und gleichbleibende Einwirkung ausuben. Diese Anschauung iiber die Auhpaltbarkeit von Phenolestern im Organismus hat man auch auf die Alkoholester iibertragen, wobei man im allgemeinen ebenfalls eine additionelle pharmakologische Wirkung des Alkohols und der Siiure voraussetzte. Mit dieser Annahme sind allerdings verschiedene beksnnte Erfahrungen nicht in Einklang zu bringen. SO zeigen u. a. die Ester des Glycerins, das Nitro-glycerin, wie auch das Triacetin, weder die Wirkung des Glycerins noch die der zugrunde liegenden SZiuren. Die allgemeine Schwierigkeit bei der Bearbeitung derartiger Fragen liegt von vornherein darin, daB die zur Bildung der Siiureester verwandten Alkobole zumeist selbst zu indifferenter Natur sind, urn Bedchte d. D. Chem. Oesellschaft Jahrg. XXXXVIII.
doi:10.1002/cber.191504802102 fatcat:iqlr73tr5vdnzdyz76dxhfl3e4