I. Ueber die Dystocie durch den Contractionsring

J. Veit
1900 Gynecologic and Obstetric Investigation  
Seit I>iin<11 im Anschluss an den ersten Gefrierschnitt durch eine Kreissende, den B raun e publicirt hatte, «lie Cervixfrnge von neuen Gesichtspunkten aus erörtert hatte, ist «lie Discussion über dieselbe kaum zur Ruhe gekommen. Der praktische Gewinn der Geburtshülfe aus B a n d l's Arbeit li<'gt ja wesentlich in der Möglichkeit der Prophylaxe der l terusruptur, er ist so gross, dass es ganz erklärlich ist. dass auch die theoretischen Erörterungen über die Cevvixfrage geneigte Hörer fanden;
more » ... te Hörer fanden; besonders aber, als S c h r o e d e r die Lehre vom unteren Uterinsegment als Theil des Corpus uteri und vom Contractions ring als Grenze zwischen Ilohlmuskel und Durchtrittschlauch begründet)', schien es fast, als ol> die Anatomie und Physiologie der Geburt das ganze Fach beherrschte. Trat vorübergehend Ruhe ein. weil neue Fragen dringender wurden, so erschienen immer wieder Arbeiten, welche diese Lehre behandelten. Unter den fremden Fachgenossen, die auf Grund eigner Erfahrung und Untersuchung die Lehre von S c h r o e d e r aner kennen, steht P. Mudin obenan; mit dein ihm eignen pract¡schon Sinn hat er besonders die therapeutische Seite des Gegenstandes bearbeitet und werthvollen Rath verdanken wir ihm. Einzig und allein die Lehre von den S tr ic tu r e n trennt mii. von ihm. Allerdings giebt es auf diesem Gebiete genug Differenzen; während von den Stricturen zwar die narbigen natürlich bestehen blieben, sind die krampfhaften bei S c h ro e d e r und seinen Schülern immer mehr verschwunden, sie bilden jedoch einen wichtigen Bestandtheil in den Ansichten von B a y e r; aber auch R u n g e 2) will sie nicht so ganz zurückgewiesen sehen.
doi:10.1159/000281368 fatcat:gdq5fdxmnba6td6bs3s7hd35r4