Mittheilungen aus der chirurgischen Praxis

A. Mäurer
1881 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
in Coblenz. 1. Rectovaginalfistel, geheilt durch Transplantation aus dem R e c t u ni. Frau S. aus V. , 32 Jahre alt , hat vor 8 Jahren zum ersten Male geboren. Die Geburt war schwer, und hat die Frau in Folge Verletzungen ihrer Genitalien langere Zeit kranli gelegen. Näheres über den Charakter derselben habe ich leider nicht erfahren können. Als die Entbindung herannabte , wurde durch einen Wundarzt eine Spaltung der Narben nach hinten vorgenommen und dabei eine Verbindung zwischen Rectum und
more » ... wischen Rectum und Vagina hergestellt. Da Nichts zur Heilung derselben geschah, so blieb sie natürlich offen, und ertrug die Frau nun 6 Jahre hindurch die überaus lästigen Folgen jenes operativen Erngriffes. lui October 1880 entschloss sie sich, die Fistel operiren zu lassen, und stellte sie sieh mir ant 25. October um ersten Male vor. Gleich hinter dem lutroitus vaginae fand ich alte Narben vor, welche das Lumen der Vagina his auf 2 Ctm. im Durchmesser verengten. Dieselben fühlten sich allenthalben hart an, varen starr, unnachgiebig und zeigten sich fest mit den Unterlagen verwachsen. Die Farbe des Narhengewebes war fast weiss, das vegetative Leben in demselben also äusserst mangelhaft. OLe Verengung der Vagina erstreckte sich auf eine Höhe von 3 Ctm. Darüber waren die Verhältnisse wieder normal. Inmitten der hinteren Wand der vereugten Stelle befand sieh eine Oeff-
doi:10.1055/s-0029-1196006 fatcat:rhwux3kzhvafpbob4rt4hn7cze