Die Fundamentalwerte der Gr��enb und ?a verschiedener Elemente in Verbindung mit dem periodischen System. V. Die Elemente der Kohlenstoff- und Titangruppe

J. J. van Laar
1918 Zeitschrift f�r anorganische und allgemeine Chemie  
1. Fur die Bzrechnung der kritischen Daten und der daraus sich ergebenden Werte von a und b bieten die Elemente dieser Gruppe im ganzen nur wenig Anhaltspunkte. Beim Kohlenstoff ist sogar die Lage des Schmelzpunktes noch unvollkommen bekannt; bei den andcren Elementen fehlt die sichere Kenntnis ihres Siedepunktes. Doch gibt gerade diese Gruppewenn man sich auch oftmals mit einer rohen Schatzung begniigen mu13eine schone Bestatigung der von mir in den friiheren Mitteilungen aufgedeckten
more » ... fgedeckten Tatsache, da13 die Werte von l/abei Elementen, die (wenigstens bei hoher Temperatur) in einzelnen Atomen und nicht in Molekeln (zum Teil dissoziiert oder nicht) auftieten, plotzlich sehr vie1 hoher werden als die normalen Restwerte bei Verbindungen. Zuerst fanden wir diese Erscheinung bei A n t i m o n und Wismut, wo l/G(per Grammatom) anstatt der normalen Restwerte 9 bzw. 11.10-2 die stark erhohten Werte 32.5 und 36 .lo-% besa8. Bei anderen Elementen, wie Arsen, Selen und T e l E war z r Wert von E n u r zum Teil erhoht, indem die Elemente bei der kritischen Temperatur nur teilweise in einzelne Atome dissoeiiert sind. Bei der Kohlenstoffgruppe nun findet man fiir l/< Werte, die zwischen 32 und 40 . 10-21iegen, so daB alle diese Elemente in Form einzelner Atome auftreten; denn die Restwerte von l/G, die in Verbindungen gelten wiirden, sind vie1 niedriger, namlicb zwischen 3 und 11.10-2. 2. Kohlenstoff. Der Schmelzpunkt liegt sehr hoch, wahrscheinlich bei 4200Oabs. Vielleicht ist dies nur'der Sublimationspunkt bei 1 Atm. Druck. Nach den interessanten Versuchen von LUMMER, iiber die in einer beiVieweg erschienenen Schrift: "Verfliissigung d e r Kohle" bericuet wurde2, schmilzt ntimlich der Kohlenstoff bei gewohnlichem Druck (s. u. a. S. 64-65) nach zuverlassigen spelitrometrischen Bestimmungen bei genau 22000 abs. Obgleich der Inhalt der genannten Schrift in physikalischchemischer Beziehung ziemlich verwirrt und undeutlich ist, und aus dem fur andere Drucke Mitgeteilten nur wenig zu verwerten ist, so scheint doch diese eine Tatsachehamlich T, = 4200° -ziemIich festzustehen. Dann liegt aber die kritische Temperatur sicher nicht unter 6000 bis 7000° abs., und es mu13 1/.k mindestens = 32.10-2 sein, wenn b, = 1OO.lO-5 ist, wie wir bereits friiher (in I) gefunden haben. --Denn es Iiefert die Pormel R T k = % A b k t 8 a k Aus den Berichten der Akademie van Wetenschappen te Amsterdam Sammlung Vieweg, Heft 9/10, 1914. (1917) ins Deutsche ubertragen von I. KOPPEL (Berlin).
doi:10.1002/zaac.19181040114 fatcat:pqz5bp4x6ncudksgcb5tslyosi