Bericht des internationalen Atomgewichtsausschusses 1909

1909 Journal f�r Praktische Chemie  
Bericht des internationalen Atomgewichtaansschnsses 1909, Seit der Veroffentlichung unseres letzten Berichtes sind mehrere wichtige Abhandlungen uber Atomgewichte erschienen, welche Daten von grundlegender Bedeutung enthalten. Sie lassen sich folgendergestalt zusammenzufassen. Wasserstoff. W. A. Noyes') hat funf Reihen vollstandiger Synthesen des Wassers gemacht. Die erste erwies sich als fehlerhaft und ist deshalb vom Verf. nicht rnitgeteilt worden. Die vier brauchbaren Beihen ergeben H =
more » ... en ergeben H = 1,00787 im Mittel, wahrend Morley 1,00762 erhalten hatte. Das allgemeine Mittel dieser Bestimmungen unter Beriicksichtigung aller altern zuverlassigen Daten ist 1,00779. Daher ist der abgerundete Wert 1,008 in der Tabelle beibehalten worden. N o y e s und Weberz) haben die Synthese des Chlorwasserstoff s durchgefuhrt , indem sie den Wasserstoff in Palladium, das Chlor in Kaliumplatinchlorid und den gebildeten Chlorwasserstoff wogen. Bus dem Verhaltnis H : C1 folgt C1= 35,458, wenn H = 1,00779 gesetzt wird. Aus dem Verhaltnis E : HC1 folgt C1 = 35,457. Die gleichen Verhaltnisse sind von Edgar3) nach einem andern Verfabren gemessen worden. Der Wasserstoff wurde wie oben in Palladium gewogen, das Chlor war aber durch Elektrolyse geschmolzenen Silberchlorids hergestellt und als Fliissigkeit gewogen worden. I n zwei Versuchen wurde der Chlorwasserstoff unmittelbar, in zwei andern absorbiert in Wasser gewogen. Es folgt C1 = 35,468 aus dem Verhaltnis H : C l und C1 = 35,467 aus dem Verhaltnis B:HCl. Mit Morleys Wert fur H kommen diese Zahlen noch naher an 35,46. Bus allen diesen Daten ergibt sich C1= 35,46 der Wahrheit so nahe kommend, als gegenwartig behauptet werden Chlor. -I) Journ. Amer. Chem. SOC. 29, 1718. 2, Daselbst 30, 13, 3) I'roc. Roy. SOC. 81 A, 216.
doi:10.1002/prac.19090790105 fatcat:5mwvcexh2rgjfgj2amedxxw464