Ueber Filtration der Luft in Beziehung auf Fäulniss, Gährung und Krystallisation

H. Schröder
1859 Journal für Praktische Chemie  
Im L4nschluss an seine fruher in Genieinschaft mit D u s c h angestellten Experiniente (s. dies. Journ. LXI, 485) veroffentlicht der Verf. eine Reihe neuer, die zwnr die geheimnissvolle Wirkung nicht genugend aufkliiren, aber ein B e i t r a g b em e rlr e n s we r t he r T hats ache n sin d . 1) Frisches Eiweiss wurde sowohl unverdiinnt, als init Wasser vermischt in einem Kolben gekocht und wahrend des Kochens der Hals mit einer etwa 1 Zoll langen Schicht Baumwolle lose verstopft und dann
more » ... topft und dann --der Verf. neniit diess "unter Baumwolle"erkaltend sich selbst uberlassen. Nach 28 Tagen bei + 10-15O R. war das Eiweiss noch vollkommen unueriindert, wahrend das in einem Gegenversuch gleichzeitig ohne Bauniwolle hingestellte nnch 8 Tagen anfing zu faulen. Dieselbe Zeit war erforderlich, um das von seinem Baumwollenverschluss befreite Eiweiss auch in Faulniss zu versetzen. Die Frage, ob vielleicht die Ursache der Faulniss Ozon sei, beantwortete ein Versuch verneinend. Es wurde durch Baumwolle filtrirte Luft in ein Gefass geleitet, wo sie sich mit elektrolytischem Knallgas mischte und dnnn in den Eiweisskolben eintrat, der mit dem Aspirator durch ein mit Baumwolle gefulltes Rohr in Verbindung stand, Each 38 Tagen war das Eiweiss unverandert. 2) Eigelb gab zweifelhafte Resultate. Meistens zersetzte es sich unter Baumwolle eben so schnell als an der Luft und dabei entstanden Vibrionen. Einmal blieb mit Wasser vermischtes und langere Zeit bis looo erhitztes Eigelb und eben so das in einem Rohre bis 160° erhitzte und dann irn Kolhen wieder aufgekochte Eigelb 2 Monate vol-
doi:10.1002/prac.18590770123 fatcat:cwvu6gqhzvdbzozuolntuhy3dm