Underlying neurobiological mechanisms of high and abnormal aggression in male rats: link to trait anxiety

Daniela Ingeborg Beiderbeck
2009
Adaptive Formen von Aggression gehören zum normalen Verhaltensrepertoire der meisten Tierarten. Abnormale Aggression hingegen kann zu schlimmen Verletzungen zum Teil mit Todesfolge führen. Auch in der menschlichen Gesellschaft treten gewalttätige Übergriffe und eskalierende Auseinandersetzungen auf, die zu psychischen und physischen Verletzungen bei den Opfern führen. Geeignete Tiermodelle zur Erforschung der neurobiologischen Regulationsmechanismen des Aggressionsverhaltens sind jedoch rar.
more » ... sind jedoch rar. Das hauptsächliche Ziel der vorliegenden Arbeit war es, zwei Rattenlinien, die selektiv auf niedrige (�low anxiety-related behaviour�=LAB) bzw. hohe (�high anxiety-related behaviour�=HAB) Ängstlichkeit gezüchtet wurden, als Tiermodell zur Erforschung von männlichem Aggressionsverhalten zu etablieren. LAB- und HAB-Ratten werden auf niedrige bzw. hohe Ängstlichkeit gezüchtet. Der Unterschied im Angstverhalten zwischen LAB- und HAB-Ratten erwies sich als beständig und auch das Ausmaß des Aggressionsverhaltens hat sich über die letzten Jahre nicht geändert. LAB-Ratten erwiesen sich als aggressiver als NAB-Ratten, während HAB-Ratten bezüglich des Aggressionsverhaltens eine intermediäre Stellung einnehmen. Sowohl LAB- als auch HAB-Ratten zeigten abnormales Aggressionsverhalten, was sich in Angriffen auf verletzliche Körperteile des männlichen Gegners sowie in Angriffen gegenüber harmlosen Gegnern, wie z.B. einer weiblichen oder einer narkotisierten männlichen Ratte, widerspiegelte. Unterschiede zwischen aggressiven und nicht-aggressiven Ratten bezüglich neurobiologischer Regulationsmechanismen bieten die Möglichkeit, Ansatzpunkte für therapeutische Substanzen zu finden, die für die Behandlung von Menschen mit eskalierendem Aggressionsverhalten eingesetzt werden können. Die Behandlung mit dem vorrangig am Serotonin-1A-Autorezeptor wirkenden Serotonin-1A-Agonisten S-15535 bewirkte bei LAB-Ratten eine selektive Reduktion der Angriffe sowohl auf eine männliche als auch auf eine narkotisierte männliche Ratte, ohne jedoch die gesamte Men [...]
doi:10.5283/epub.12278 fatcat:v4mqultj4ngfjosrm3mtsxzsgy