Ebreichsdorf 2013 earthquake series: Relative location

Maria-Theresia Apoloner, Jean-Baptiste Tary, Götz Bökelmann
2015 Austrian Journal of Earth Sciences  
We study recent moderate-size earthquakes in the Southern Vienna Basin, focusing on the 2013 series of two earthquakes with local magnitudes of 4.2 and their aftershocks. Furthermore, we compare them to a similar series of earthquakes from 2000. Due to the superior dataset, we can jointly relocate all earthquakes from 2013 datasets. To reduce the influence of unmodeled velocity inhomogenities, we use the "double-difference-times" implemented in the HypoDD software. Additionally, we use velocity
more » ... ly, we use velocity models with different degrees of complexity (1-D to 3-D). We also test the stability of the results with different sets of initial locations. After relocation the main shocks are located only 40 m apart; the colocation is confirmed by the high inter-event coherence. Moreover, the aftershocks show a clear pattern with larger earthquakes having deeper hypocenters and location in the South West and shallower, smaller earthquakes in the northeast. We also locate the two main shocks from 2000 relative to the main shocks from 2013 using S-P-times. The main shocks from 2000 are located 4 km to the northeast of the 2013 main shocks. This suggests that the earlier notion of "event clustering" in the Southern Vienna Basin needs to be reconsidered, since at least some of the earthquakes, here the aftershocks, seem to occur between the clusters that have been proposed previously. Still the question why earthquake collocation within short time intervals occurs, remains open. In dieser Studie untersuchen wir die Erdbebenserie von 2013 bei Ebreichsdorf im südlichen Wiener Becken. Hier wurden zwei Beben mit einer lokalen Magnitude von 4.2, sowie ca. 30 Nachbeben aufgezeichnet. Im ersten Schritt relokalisieren wir die Serie relativ zueinander, denn im Unterschied zu früheren Erdbebenserien ist der 2013er Datensatz wesentlich umfangreicher. Im Anschluss vergleichen wir die relokalisierten Erdbeben mit einem (ähnlichen) Bebenpaar des Jahres 2000. Um den Einfluss von unmodellierten Geschwindigkeitsänderungen zu reduzieren, verwenden wir den den HypoDD Algorithmus, welcher auf der Verwendung von Doppel-Differenz-Zeiten basiert. Zusätzlich verwenden wir unterschiedlich komplexe Geschwindigkeitsmodelle (1-D, 2-D und 3-D). Weiters testen wir die Stabilität der Ergebnisse mit unterschiedlichen Startlokalisierungen der Erdbeben. Nach der Relokalisierung befinden sich die beiden Hauptbeben von 2013 nur 40 m voneinander entfernt. Diese Kollokation wird von der hohen Kohärenz zwischen den Wellenformen der beiden Hauptbeben bestätigt. Die Nachbeben zeigen ein klares Muster, wobei die stärkeren Ereignisse in größeren Tiefen auftreten, und weiter im Südwesten, als die kleineren Erdbeben. Zusätzlich lokalisieren wir die beiden Hauptbeben von 2000 -relativ zu den Hauptbeben von 2013 unter der Verwendung von S-P-Zeiten. Hier zeigt sich, das die beiden Bebenserien ca. 4 km voneinander stattfanden. Sie zeigen jedoch auch eine hohe Ähnlichkeit untereinander, wenn auch geringer als die Beben von 2013. Dies lässt darauf schließen, dass die frühere Vorstellung des "event clustering" im südlichen Wiener Becken überdacht werden sollte. Offenbar treten auch Beben zwischen den Clustern auf. Weiterhin bleibt es eine offene Frage, warum Erdbeben innerhalb kurzer Zeiträume kollokiert auftreten können. ___ _____ ___________________________________ ________ _______________________________________________________________ _____________________________________________________________________
doi:10.17738/ajes.2015.0021 fatcat:vly6aga5kvdvdfpbh44k6qw3bu