Über die Darstellung von Cäsium aus seinem Karbonate

Edmund Graefe, Moritz Eckardt
1899 Zeitschrift für anorganische Chemie  
Sine der schwierigsten Aufgahen der priiparativen Cheinie war bislang die Darstellung von metallischem Casiun:, was auch den hohen Preis Ton ca. 28 Mark pro Gramm erklarlich erscheinen lal'st. An Versuchen , Abscheidungsverfahren fur dies Metall, das schon als das positivste ein lsesonderes Interesse beansprucht, hat es zwar nicht gefehlt. SETTERBERG stellte es durch Elektrolyse eines Gemisches von 4 Teilen CsCW und l Teil Ba(CN), dar, ERDMANN und MENKE~ isolierten es aus dem Hydroxyde,
more » ... Hydroxyde, WINKLER~ versuchte es aus dem Karbonate darzustellen, erhielt aber ein negatives Resultat. Er hatte schon vorher Lithium , Natrium, Kalium und Rubidium durch Reduktion ihrer kohlensaureii Salze mit Magnesium dargestellt, und zwar erhielt er die Metalle, da er mit sehr kleinen Quantitaten operierte, in Form von Metallspiegeln im Reduktionsrohre. Bei Casium dagegen versagte die Methode, er konnte es trotz mehrfachem Bemuhen nicht abscheiden, und er gelangte zu dem Schlusse, dals BERETOW'S Behauptung, die Reduzierbarkeit der Alkalimetalle wachse mit steigendem Atomgewichte, sich nicht aufrecht erhalten liefse. Als wir das WmKLER'sche Verfahren in etwas grolserem Mal'sstabe ausfuhrten, zeigte es sich, dal's diese Methode zur Darstellurig von grol'seren Quantitaten der Alkalimetalle eine sehr geeignete war. Wir stellten nach ihr zunachst Kalium und Rubidium dar und verfuhren wie folgt : Ungefahr 30 g eines nach der Gleichung 'R,C03+3Mg= 2'R + 3Mg0 f C zusammengesetzten Gemisches wurden vorsichtig im LADENBURG, Handwarterbuch. C h m . Centralbl. (Auszug) 1899 [I] 17.
doi:10.1002/zaac.18990220105 fatcat:isabusvwuffernr5flz5uvr67a