Über die Darstellung von Vanadin und anderen Metallen nach dem Thermitverfahren

Wilhelm Prandtl, Benno Bleyer
1909 Zeitschrift für anorganische Chemie  
Wir sind seit langerer Zeit mit den Vorarbeiten zu einer Neubestimmung des Atomgewichtes des Vanadins beschaftigt und benotigten zur Darstellung sauerstofffreier Vanadinverbindungen grolserer Mengen elementaren Vanadins. Als Ausgangsmaterial fur dessen Darstellung kommt in letzter Linie das kaufliche Ammoniummetavanadat, NH,VO" bzw. das daraus durch einfaches Rosten darstellbare Vanadinpentoxyd, V,O" in Betracht. Es ist bekannt, dafs das Vanadinpentoxyd einen Teil seines Sauerstoffs leicht, den
more » ... rstoffs leicht, den Rest aber erst unter dem Einflufs der allerstarksten Reduktionsmittel abgibt ; die Darstellung des Vanadinmetalles gilt deshalb mit Recht als eine besonders schwierige Aufgabe. und KOPPEL und KATJFMANN . I nicht gehngen, das Vanadinpentoxyd durch Aluminium zu Metall zu reduzieren. Letztere erhielten zwar einen metallisch aussehenden Regulus, der indes nur ca. 80°/, Vanadin enthielt und vermutlich aus einem Qemenge von Vanadin und niederen Vanadinoxyden bestand ; der von GOLDSCHMIDT erschmolzene Regulus mar nach HITTORF Vanadinoxydul V,O. Neuerdings haben zwar VOGEL und TAMMANN 5 Vanadin auf aluminothermischem Wege dargestellt; wir konnten aber auf diesem Wege ebensowenig wie die friiher genannten Forscher ein einigermafsen reinea Metall erhalten. Schou friiher hatte MOISSAN versucht, das Vanadinpentoxyd mittels Kohle im elektrischen Ofen zu Vanadin zu reduzieren, aber schliefs-SO ist es 2. B. MOISSAN, HI~LOUIS, a G~LDsCHMIDT
doi:10.1002/zaac.19090640115 fatcat:diaadz2dsjhzzcrp4gucfd23ya