Untersuchung einiger Cyanverbindungen des Eisens

Alexander W. Williamson
1846 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs die verschiedenen Substanzen ,. welche man mit dem allgenieinen Namen Berlinerblau bezeichnet, nach den gebrauchlichen Methoden dargestellt, keine reinen Eisenverhindungen sind, sondern eine nach den Urnstinden ihrer Bildung veranderliche Quantitiit Kalium enthalten. Ob dieses Kalium als Verunreinigung odcr als wesentlidher Bestandtheil zu betrachten sey , und in letzterein Falle , welche Rolle ihm zugeschrieben werden soll, sind Fragen , zu deren
more » ... zu deren Beantwortung niehrseitige Versuche angestellt worden sind. -Unter diesen .Versuchen sind besonders zu erwahnen die von Gtty-Lussac*) und von Berzelius**). Gay-Lus sac fand das mit niederfallende Cyankalium so fest an dem Bcrlinerblau gebunden, dafs es sich durch Auswaschen nicht &won trenneti liefs; denn als er das Waschen so lange Fortgesetzt , bis alles Kalium entfernt war, so hatte er im Ruckstande kein Berlinerblau mehr. Hieraus zieht er den Schlufs, dafs selbst das reinste Berlinerhlau Kalium enthalte. B t! r z eliu s erhielt durch drei Wochen lang Fortgesektes Auswaschen eines Niederschlags von Ferrocyankalium mit Eisenoxydlosung eine vollkommen kaliumfreie Substanz, welche noch dieselbe Farbe besafs , wie der urspriingliche Niederschldg; das in den spiiteren Perioden des Auswaschens durchgegangene -Wasser enthielt Ferridcyankalium , woraus er schliefst , dafs *) Pogg. Bd. XXI s. 490. Annnl. d. Chrniit. u. Phnm. 1.VI1. Rd. 2. Hclt.
doi:10.1002/jlac.18460570209 fatcat:v4fdstrubbdbnjtc5gfw2nu3mm