Ueber Pollen und Wachsbildung

W. v. Schneider
1872 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
E r s t e A b h a n d l u n g . Die Xienc ist yon jeher mit Vorliebe von Naturforschern and Laien manrrigfachen Studien unterworfen worden. Wir besitzen eine ganz grofsartige Bienenliteratur ; von intelligenton Bienenzachtern ist eine ungeheucre Anzahl der interessantesten Beobachtungen iiber die Entstehung, Fortbildung und das Leben der Bienen gemacht worden. Ganz besonders hat sich die Zoologie auf diesern Gebiete vielfach bethatigt. Zoologen wie v. S i e b o 1 d und L e u c k a r t haben ihr
more » ... c k a r t haben ihr lnteresse den Bienen zugewwdt. Dagegen hat die Chemie und specie11 die chemische Physiologie in sehr mangelhafter Weise die Ernahrungsproducbe der Bienen und deren Secrete studirt ++I, obglsich schon wit Jahraehnten die bei den Bienen bestehenden EmahrnngJverhaltnisse zur Entscheidung wichtiger chemisch-physiologischer Processe , wie es z. 13. die Fettbildung ist, henutzt worden sind. Zur Ernahrung der l3ienen dienen cinerseits die siifsen Nectarien, anderseits der Bluthenstaub verschiedener Pffanzen. Ob the ehgt*suinmelten Nectarien und der aufgespeichertc Honig idenbiseh sind, oder ob die Nectarien der Pflanzen durch einen chemischen Brocef's von den Bienrn in den Honig urn+ gewandelt werden dariiber ist vom chemisctien Standpunkte aus noch nicht das letzte Wort gesprochcn. M'ir hrsitzen meines Wissens nur eine chemisclze Notiz voii Ii e 111 pij I' und ") Mit Ausuahme des Wachses, ich erinnere nur an die ausgezeichten Untereuchungen von €3 r o d i e.
doi:10.1002/jlac.18721620204 fatcat:aygq7urq5rax3ab35mbm36rvti