I. Adipinketon

W. Hentzschel, J. Wislicenus
1893 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Bei der trocknen Destillation von entwassertem adipinsaurem Calcium aus einer mit Metallmantel umgebenen kleinen Glasretorte sammelt sich in der gekiihlten Vorlage ein Destillat, welches bis auf cine sehr geringe untere wbsrige Schicht aus einem brenzlich riechenden , leicht beweglichen Oele besteht. Nach dem Trocknen tiber Chlorcalcium destillirt das Oel grasstentheils zwischen 128 und 1300. Der geringe Ruckstand verkohlt , wenn man ihn unter gew6hnlichem Luftdruck iiberzutreiben sucht; im
more » ... eiben sucht; im Vacuum dagegen siedet er bei eincm Drucke von 30 mm Quecksilberhbhe zwischen 135 und 145O ohne wesentliche Zersetzung und sammelt sich in der Vorlage als ein blauliches , in der Farbung an Romisch -Carnillentil erinnerndes Oel. Der niedriger siedende Hauptantheil kann durch wiederholte Destillation, bei der er bald den constanten Siedepunkt 130-135° annimmt, nicht ganz farblos und frei von brenzlichem Geruche gewonnen werden , lilsst sich dagegen durch Vermittelung seiner Natriumsulfitverbindung leicht und ohne wesentliche Verluste ganz rein darstellen. Beim Schiitteln mit einer concentrirten Losung von saurem schwefligsaurem Natrium scheiden sich unter starker Erhitzung schneeweisse, schimmernde Blilttchen ab, welche vor der Wasserluftpumpe abgesogen, init Alkohol und Aether gewaschen und getrocknet und schliesslich durch Erwarmen mit Sodalasung zersetzt werden. Dabei
doi:10.1002/jlac.18932750214 fatcat:mde74r5sj5bylbjpigxvvmftzm