Beiträge zur Stöchiometrie der physikalischen Eigenschaften chemischer Verbindungen

Hermann Kopp
1855 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Zusanimenknupfimg voii zwei Moleculen Ammoniak zu einem Biamir~oniuiri zu erwarten stehl. Mit Barytwasser und Blvioxyd oder Quecksilberoxyd gekocht giebt das Schwefelcyaniithylen deli Scliwcfel ab, bei der Gegenwart von Quecksilberoxyd bildet sich neben Schwefelqiiecksilber und kohlensaurem Baryl ein schwerloslicher, quecksilbcrhultender KiTrpcr. Schwefelcyaniithylen mit Amrnoniak behandell lieferl einen in Wasser leicht loslichen Iiorper, welcher Schwefel an Quecksilberoxyd abgiebt. Auch in
more » ... abgiebt. Auch in diesem Falle verbindet sich das entschwefclte Product mil Quecksilber. Beitrage zur Stochiomet'rie der physikalischen Eigenschaften chemischer Verbindungen ; von Hermann Kopp. (Yddufs der S. 185 ahgebrochenen Abhandlung.) _ -III. Ueber die specifischen Volume der schwefel-, chlor-, bromund jodhaltigen Verbindungen. f 34. -Es ergaben sich in dcm vorhergehenden Abschnitt bei der Betrachtung von Flussigkeiten, welche nur Kohlenslon' , Wassersloff und SauerstolT enlhallen , fur die spec. Volume bei den Siedepunkten gewisse Rcgelmafsigkeiten, nainentlich : 1 ) die constante DilTerenz der spec. Volume um eiwa x . 2 2 fur die Zusammcnselzungsdifferenz xC,H,; 2) die Gleichheit der spec. Volumt! isomerer Fliissigkeiten, welche dernselben Typus angehoren; 3) dafs sich iiquivalente Mengen Sauerstoff und Wasserstoff ohne erhebliche Aenderung des spec, Volums ersetzen konnen ; 4) dds sich iiquivalente Menyen Kohlenstoff und Wasserstoff oline wesenl-*) Die hier gehieauchten Atomgewichte sind : S = i6; CI = 35,5; Br = 80; J = 127,i. **) Far die meisten der von Pierre (Ann. ch. phys, 3. sbrie, XV, 325; XX, 5; XXI, 336; XXXI, 118; XXXIII, i99) untersuchten Substanzen hat dieser selbst Tabellen W r die Ausdehnung mitgetheilt (ich habe darin mehrfach weeentliche Rechnungdeliler berichtigt), und fiir die andern habe ich solche nach dcn von ihm aufgestellten Formeln berechnet. Fur die von niir untersuchten Stresteftten finden sich die Einzelheiten der Bertimmungen in diesen Annalen XCV, 338 ff. Eigcnschriften chernischer Verbindungen. 305 Temperat.ur ermiltelt ist , dars diis fur die Beobachtungstemperatar gefundene spec. Voluin von deni der Siedeteniperatur entsprechenden nur sehr wenig verschieden isl, in wdchem Falle skhmit einer Genauigkeit, die nichl gcringer ist, als der IJnsicIierlieit in den Angaben des spec. Gewichls im Allgcweioen entsprichtdas spec. Volum fur den Siedepunkt mit Zuziehung der fur eirie iihnliche Verbindung bestiminten Ausdehnung ableiten Mst. Fur die itieisten der hier zur Sprache kornmenden Verbindungen kann ich tlen Siedeprinkt noch nicht mit einiger Sicherheit theoretiscli frslstellen. Ich berechne die spec. Volume stets lir die Siedetemperaturen, die mir nach den ubereinstinitnendsten und zuverlassigsten Angaben der Wahr-. heit arn nachsten zu kommen scheinen. S 35. -SchweTelverhiirdungen, -Fur folgende Fliissigkciten lafst sich das spec. Voliiin bei dern Siedepunkt aus Beobachtungen ableiten : Siedep. Spec. Gew. Spec. Vol.
doi:10.1002/jlac.18550960306 fatcat:xm3qamxslrahzl4lxfzbil4wsa