Content Management Systeme in der Landschaftsplanung

Karl-Ingo Friese, Roland Hachmann, Franz-Erich Wolter, Dipl.-Math Karl-Ingo, Franz-Erich Friese, Wolter
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1 EINLEITUNG Der Einsatz neuer Medien gewinnt auch in der Landschaftsplanung immer mehr an Bedeutung. Dabei ist es wichtig, dass unterschiedliche Projektbeteiligte (z.B. Gemeinden, Verbände, Fachplanungen, etc.) über eine Schnittstelle Zugriff auf gemeinsame Daten erhalten. Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten und Mitte 2002 abgeschlossenen Forschungsprojektes wurde am Institut für Landschaftspflege und Naturschutz der Universität Hannover zusammen mit
more » ... zusammen mit weiteren Projektpartnern eine Informations-und Kommunikationsplattform im Internet aufgebaut. Die positiven aber auch negativen Erfahrungen fliessen in ein weiteres, durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördertes Erprobungs-und Entwicklungsvorhaben, den sogenannten "interaktiven Landschaftsplan" ein. In beiden Vorhaben handelt es sich um unterschiedlichste Nutzergruppen, die sich in einen Prozess einbringen können und sollen. Als Schnittstelle, die gleichzeitig Fragen des Datenschutzes und der Zugriffsrechte berücksichtigen muss, kommt daher, wie bei fast allen größeren Internetprojekten neueren Datums, ein Content Management System (CMS) zum Einsatz. Die Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Forschungsprojekten und ein Vergleich freier Public-Domain CMS-Software liessen als Konsequenz nur die Neuentwicklung eines frei verfügbaren Content Management System am Institut für Angewandte Systeme der Universität Hannover zu. Die Eigenschaften und Möglichkeiten (Nutzer-und Gruppenverwaltung, Bild-und Fotoarchiv, Infobrief, Mailinglisten etc.) des unter dem Arbeitstitel CoMa entwickelten Redaktionssystems und der Dokumentationsbeschreibungssprache CoMaL sollen unter anderem hier aufgezeigt werden. 2 FORSCHUNGSPROJEKT "INTERAKTIVER LANDSCHAFTSPLAN" Seit April 2002 läuft im Rahmen eines durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Landes Niedersachsen geförderten Erprobungs-und Entwicklungsvorhabens der "Interaktive Landschaftsplan" mit der niedersächsischen Modellgemeinde Königslutter am Elm. Durch ein externes Planungsbüro wird ein Landschaftsplan erstellt. Die Inhalte des Landschaftsplanes, aber auch der Planungsverlauf und alle Informationen rund um das Projekt werden mittels einer Internetplattform (www.koenigslutter.de/landschaftsplan.htm) der interessierten Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Neben den allgemeinen Informationen werden dort den Bürgerinnen und Bürgern auch Möglichkeiten der interaktiven Beteiligung geboten 1. Gerade im Zeitalter leerer Haushaltskassen stellt Open Source Software mehr als nur eine Alternative zu kommerzieller Software dar. Deshalb wird in diesem Forschungsprojekt sehr großer Wert darauf gelegt, frei verfügbare Software einzusetzen bzw. zu entwickeln. Als Serverplattform kommt Suse Linux 8.0 mit einem Apache 1.3.23 Webserver zum Einsatz. Als Mapserver wird der Open Source MapServer UMN eingesetzt. Das neu entwickelte CMS (CoMa, siehe Kapitel 5) wird vermutlich Mitte 2003 als Download angeboten werden. Basierend auf dem MapServer wurde und wird ein Beteiligungsmodul aufgebaut, welches es erlaubt, sich aktiv an der Planung zu beteiligen. Neben der einfachen Attributabfrage besteht für registrierte Nutzer die Möglichkeit, entweder direkt Anmerkungen und Kommentare zu verschicken, oder aber das Karten-bzw. Textmodul zu aktivieren. Hier können die Nutzer Zusatzinformationen (Punkte, Linien, Polygone) in die Karten einzeichnen, die automatisch in eine Tabelle (s. Abb.
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