Über das Chromhydroxyd. (Nach Experimenten von W. FISCHER.)

W. Fischer, W. Herz
1902 Zeitschrift für anorganische Chemie  
Wic in einigen Mitteilungen von W. HEM I angegeben (untl liurzlich von A. HANTZSCH und RUUENBAUER~ fur tlas Zinkhydroxyd bestiitigt) wurde, ist eine ganze Anzahl von anorganischen Verbindungen bekannt die zuerst als leichtliisliche Formen entsteheir und allmiihlich immer scfiwerer loslich werden. Diese Erscheinung wurde von W. Hmz (1. c.) auch beim Chrornhydroxgd beoioachtet, iias unuiittelbar naoh dem Ausfallen sich leicht in kalter Natronlauge lost, wiihrend es nach dem E'iltrieren und
more » ... ltrieren und Trocknen ganz unloslich geworden ist. Im Anschlufs an diese Beobachtung wurdf? eine Reihe von Untersuchungen iiber das Chromhydroxyd angestellt, uber die hier kurz berichtet werden soK3 Die Loslichkeit des frischgefallten Chromhydroxyds in Alkalien. Wird zu einer Losung von griinem Chromichlorid Kalilauge oder Natronlauge im Uberschul's gesetzt so eutsteht eine griiiie Liisung , iridem sich der anfiinglich gebildete Niederschlag leicht auflost. Man beobachtet weiter, dals diese Losung von selbst bei llngerem Stehen triibe wird und ein Ausfallen von Chromhydrosyd ststtfindet, was umso spiiter eintritt, j e griilser der Uberschuls an Lauge ist. Diese Ausfallung wirdwie bekanntdurch Teniperaturerhohung beschleunigt, so dafs sich direkt eine Temperatur ' Zeilschr. a!n.org. Chem. 26, 155; 27, 390; Z8, 344 und 414. ' Ansfuhrlich merdeii die Versuche in der Dissertation VOII W. FISCHIIH, ZPitschr. amory. Chern. 30, 299 und 332. Rreslttu 1908, beschrieben.
doi:10.1002/zaac.19020310139 fatcat:sdcogf7inzfdtfzjkkae2343dy