BESPRECHUNGEN

1887 Zeitschrift für Romanische Philologie  
At de Mons stellt sich durch seine Werke neben seinen Zeitgenossen iuiraut Riquier, mit dem er auch am Hof des von beiden gefeierten AlfonsX. Hcht hat zusammentreffen können (wovon ihre Gedichte uns aber nichts beeugen); nicht neben den eigentlichen Dichter, den Lyriker, Guiraut Riquier, onclern neben den Didaktiker, den Meister derer c*ap maistria trobanjos bels dictatz, declaran las vertäte ab sen et ab saber. Mit ihm hat At fast alles gemein: den Gehalt seiner Belehrungen, die Vrt sie zu
more » ... die Vrt sie zu entwickeln, den Stil, die Einkleidung in meist briefliche Form, <as Metrum (bei beiden vorherrschend paarweis gereimte Sechssilbner, ohne •afs der Achtsilbner ganz ausgeschlossen bliebe). Nur ist At noch auschliefslicher Lehrmeister als Guiraut, bei dem auch in den didaktischen Verken eine persönliche Note gewöhnlich nicht fehlt. At tritt in seinen •endschreiben, die auch durch übermäfsige Länge sich mehr als Guirauts entprechende Gedichte von der Art des persönlichen Briefes entfernen, mit seiner 'erson durchaus zurück. Daher wissen wir denn auch von seinem Leben d Charakter so gut wie nichts. Dafs er sich ( 1296 ff.) unvermögend und 11 würdig erklärt von der Macht Gottes ausführlicher zu reden, läfst vielleicht chliefsen, dafs er trotz einer umfassenden theologisch-philosophischen Bildung <em geistlichen Stande nicht angehörte. Einen etwas wärmeren persönlichen "on als die anderen zeigt uns das fünfte Gedicht, jedenfalls das letzte unter len uns überkommenen (und es ist wichtig hervorzuheben, wie der Heräus-•eber gethan hat, dafs es auch in der Hs. zuletzt steht; da in derselben Is. die zeitgenössischen Werke Guiraut Riquiers chronologisch folgen, ist in gleiches von den Gedichten Ats nicht unwahrscheinlich). Der Verfasser ritt uns da als vereinsamter Mann entgegen, der auf eine vergangene schönerê eit trauernd zurückblickt. Mit einer Anstrengung seines Willens mufs er ich aus den kummervollen Gedanken herausreifsen, aber bald macht sich Brought to you by | University of Glasgow Lib Authenticated Download Date | 6/25/15 3:24 PM
doi:10.1515/zrph.1887.11.1-4.559 fatcat:sinwo7ibffcq5hkwluvrv66jze