Moskauer Brief

A. Hippius
1904 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
1Ioskauer Brief. Das Sanitätswesen in der russischen Feldarmee. Der Umstand, daß Rußland sich genötigt sah, den von Japan hingeworfenen Fehdehandschuh zu einer Zeit aufzunehmen, wo es -trotz der alten, weisen Lehre . "si vis pacem, para bellum" -in Hoffnung auf Frieden für den Krieg noch völlig unvorbereitet war, brachte es natürlich mit sich, daß auch die Organisation des Feldsanitätswesens beim Ausbruch der Feindseligkeiten nach so mancher Richtung hjn unfertig war. Kaum waren jedoch die
more » ... ren jedoch die Würfel gefallen, als die Militärverwaltung, von der freiwilligen Kriegskrankenpflege auf das tatkräftigste unterstützt, mit Energie und Umsicht an die Regelung des 0-esundheits-und Krankendienstes in der operierenden Armee schritt. Viele und große Schwierigkeiten waren dabei zu überwinden: die kolossale Entfernung des Kriegsschauplatzes, die ungünstige physikalische Beschaffenheit desselben, das gebirgige, zerklüftete Gelände, das ungesunde Klima, der Mangel an Trinkwasser, das Fehlen guter Wege etc. Durch die rastlosen Bemfthungen des Militärressorts und der freiwilligen Hilfeleistung ist es jedoch gelungen, diese Hindernisse zum
doi:10.1055/s-0029-1187766 fatcat:7lpv36vcnbhyhicpiciowv47qm