Zur Frage der "Parasyphilis"1)

S. Schoenborn, Wilhelm Cuntz
1913 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Syphilis, postluetisehe Affektionen) besitzt seine Hauptstützpunkte in den syphilogenen Affektionen der Tabes und der Paralyse. Gegenüber diesem uns allen geläufigen Satze ist es vielleicht nicht uninteressant, auf die heute nicht mehr allgemein bekannte Tatsache hinzuweisen, daß der Erfinder des Wortes "Parasyphilis", as den man wohl Fournier2) ansehen darf, ursprünglich gerade Tabes nicht unter die eigentlich para-oder metasyphilitisehen Affektionen zählte. Er behandelte anfangs die
more » ... fangs die postsyphilitische Tabes einfach als eine spezifische tertiäre Affektion, rechnete im übrigen aber Tabes unter die Krankheiten, welche "peuvent également se produire en dehors et indépendemment de tout antécédent de syphilis", und rechnete sie erst später zu den parasyphilitischen Affektionen, die er 1894 folgendermaßen definiert: "Les affections parasyphilitiques ne relèvent pas exclusivement et nécessairement de la syphilis comme cause, tandis que les accidents syphilitiques proprement dits ne dérivent jamais que de la syphilis". Dieser Fassung
doi:10.1055/s-0028-1128256 fatcat:md3mgqbdvba45lec7ymrggzjxy