ÜBER EINE HANDSCHRIFT TEIG O'DINNEENS

LUDW. CHR. STERN
1905 Zeitschrift fur celtische Philologie  
J. 0. Bergin in Cork erlaubt mir freundlichst, den Lesern der Zeitschrift aus einem neuirischen Manuskripte in seinem Besitze, durch dessen Darleihung er mich zu Danke verpflichtet hat, einige Mitteilungen zu machen. Es ist auf grobem Papier in klein Quart, 126 Seiten stark (zu 22-23 Zeilen), anscheinend viel gelesen, und hängt nur eben noch zwischen zwei grauen Pappdeckeln; es ist in grofsen und sorgfältigen Charaktern aus dem Anfange des 18. Jahrhunderts, mit wenigen Abkürzungen, mancherlei
more » ... ungen, mancherlei Stücke enthaltend, aber, wie sich zeigen wird, nicht mehr ganz vollständig. Vor der eigentlichen Handschrift mit alter Paginierung liegen zwei ungezählte Blätter mit diesem Inhalte: Bl. la Orra Mhuire Mhaighdine, ein Gebet für die Sterbestunde an Jesus und die Jungfrau Maria; Anfang: A thighearna romhilis, Schlufs: 7 go dteis beanfuigh ar mbantigherna Muire i fein do tri huaire ria mbas. Der Text findet sich öfter in Handschriften, so in der Giefsener, die ich beschrieben habe (Revue celtique 16, 20). Bl. 2 a Aq so leabhar Bhriain mheic Dhomhnaill ar na sgriobhadh le Tadhy ua Duinin le deifir agas le drochghleas, a mbaile Atha-cliath annsa bhliaghuin d'aois an tigherna 1705. Hier bekennt sich also Teig O'Dinneen in Dublin als Schreiber im Jahre 1705, und er hatte als Vorlage das Buch Brian Mac Donnells. Obwohl diese Überschrift grofs und stattlich ist, so wird doch nicht ersichtlich, ob sie sich auf den Inhalt des ganzen Buches beziehen soll, um so weniger als die folgenden
doi:10.1515/zcph.1905.5.1.535 fatcat:53jqar5lezdhbp5c7j46zs5wuy