Sprechsaal

1908 Zeitschrift für Assyrologie und Vorderasiatische Archäologie  
Allbekannt ist die von der literarischen Kritik einer isolierten Quelle zugeschriebene Episode Gen. 19, 30-38, aus der man mit Recht entnimmt, dass der Verfasser den Namen Moäbh in Mo »Wasser (Same)« und abh A'ater« zerlegt hat, um die den östlichen Vettern zugedachte Beschimpfung auch etymologisch zu rechtfertigen. Sehen wir hier von dieser Volksetymologie ab und suchen wir zu verstehen, ob die hebräische Form auch für die philologische Auffassung etwas bietet, was mit der Tendenz der
more » ... endenz der genannten Episode zusammenhängt. Die hebräische Form würde einem mau ab entsprechen, das zwar selbst nicht belegt ist, während wir viauiba und andere Nominalformen derselben Wurzel antreffen (Vaz, tiiaba}. Fragen wir nach der Bedeutung dieser Gruppe, so ist der älteste Sinn wohl in wab, wdba und waiba zu finden, wab heisst »weit, gedehnt, konkav, umfassend, gross«. Die Formen waba und waiba zeigen uns, dass es vorzugsweise von Wasserlochern und Zisternen gebraucht wurde. Die übrigen Derivate der Wurzel bezeichnen »Schande, Schändlichkeit, Schamgefühl«; aus der Literatur verweise ich auf ittaaba, Agani 21, 192, 20, Mutalammis 34, i; und auf 'toa, Abu Zeid (FLEISCHER). 1 ) i) Kleinere Schriften 3, 477* 9· Brought to you by | Simon Fraser Un Authenticated Download Date | 6/1/15 9:45 AM 1) LA 2, 294, 2. Veiwandt ist die Bedeutung: (tot) hinfallen, Qor. 22, 37, vgl. wagbet, Sturz, ff am. 741 und alwagba a/ e «?we, die grosse Katastrophe, Harn. 335; voägiba, Abhang, Abfall, e Umar ibn abi Rebi e a 205, 26; endlich auch ath. augaba, überfallen; gebt, plötzlich. 2) Ebenso Lexicon Geogr. 3, 171, vgl. Aboulf6da 247. Brought to you by | Simon Fraser U Authenticated Download Date | 6/1/15 9:45 A
doi:10.1515/zava.1908.21.1-2.237 fatcat:iidg7yup3jgc3ibjwead57eem4