Die reformatorischen Kirchenordnungeir Ober- und Innerösterreichs

Georg Loesche
1921 Archiv für Reformationsgeschichte - Archive for Reformation History  
Mitgeteilt, eingeleitet und erläutert von Georg Loesche. Schluß')· Erinnerung vonderkirchenordnnng, das man rechten Unterscheidt halte ζ wisch en dem das notwendig und dem das nicht notwendig, sondern irey ist Also haben wir theologen dieser landschaften, welche, wie obgemeldet, zu diesem werckh ordentlich erfordert seindt, uns von unser und unser mitbrieder wegen der lehr halben erklehret, darauß unser aller lehr, gleichförmigkeit genugsam erscheinet, darby wir auch durch gottes hlllf biß inn
more » ... ttes hlllf biß inn unsere endte zuverharren gedenckhen, wenn schon nttmer nichts davon beschrieben wttrde; den diß ist die einigkeit, die da nottwendig und durch auß ganz in alen stückhen» muß für und für gesucht und erhalten werden; wenn hierin auch das aler geringste pünctlin verruckht würde, so wehr es schon umb die wahre einigkheit geschehen, darumb ein aufrichtig lehrer und bekenner des Evangelions Christi sich hierin garab nicht muß bereden lassen, daß er in etwaß weichen oder nach geben wollt, und wo man die reine lehre und wahre einigheit deß Geistes in der khtlrchen erbaltten will, da sol man sehen, daß einer mitt dem andern aliso stimme, und, wehr nicht gleich mit zu stymmet, abgesetzt werde; dahin auch eigentlich beharret, daß Paulus sagt, ein wenig saurteig verseuret den ganzen teig Gal. 5 2 ). Diese einigkeit hatt auch Augustinus 8 ) vor zeiten allein von den lehrern erfordert in allen khtlrchen, in ceremonien aber und eusserlicher Verwaltung hatt er uf eine gleichförmigkheit alß ein nottwendige sache gar nicht gedrungen, sonder einer jeglichen khttrchen ihre weiße frey gelassen, ja auch für eine zierde gerechnet, wens schon mancherly weißs gehaltten werdt, nur daß verhuettet würde, ales, waß dem
doi:10.14315/arg-1921-0205 fatcat:emhjghpvdfeyxobcvk3bj5krv4