Ueber die Mesityl-Schwefelsäure

H. Hlasiwetz
1856 Journal für Praktische Chemie  
in Innsbruck. (Aus d. Sitzungsber. d. k. k. Akad. d. Wissensch. Bd. XXI.) K a n e erhielt durch Vermischen von Aceton mit rauchender Schmefelsiiure, Verdunneii des Gemisches mit Wasser und Siittigen mit Knlk oder Baryt, Salze einer gepaarten Saure, welche e r Mesityl-Schwefelsiure nannte, die als solche, wie alle diese gepaarten Sauren, sehr unbestandig ist, und nur in ihren Salzen naher untersucht werden konnte. Des Kalksalzes dieser Saure habe ich mich einmnl bedient , um durch Zersetzung
more » ... urch Zersetzung desselben mit Schwefelkalium eine Schwefelverbindung ?u ertielen. Ich hatte dnmals, ohne eine weitere Reinigung vorzunehmen, geradezu den noch etwas gyyshsltigen Ruckstand benutzt, wie er durch Sattigen des Sauregemisches mit Marmor, Abpressen des schwefelsauren Kalkes und Eindanipfen der Flussigkeit erhalten wird. In seinem Lehrbuch der Chemie hemerkt G e r h a r d t (deutsche Ausgabe, Bd. I, S. 785), dass er diese Saure oder ihre S a k e ohne Erfolg darzustellen versucht hatte, und dass es moglich sei, das Aceton gebe unter diesen Umstanden uberhaupt vielleicht nur etwas Methyloxydschwefelsaure. Diese Notiz musste mich bestimmen, wenigstens den Versuch zu wiederholen das K a n e ' s c h e Salz zu erhalten, denn existirte dieses nicht, und entstand statt dessen nur methyloxydschwefelsaurer Kalk, so mussten auch die damals erhaltenen schwefelhaltigen Zersetzungsprodukte nur Schwefelmethgl sein. Ich habe demnach folgende Gemische auf ihren Gehalt an der fraglichen Saure untersucht:
doi:10.1002/prac.18560690155 fatcat:xecxj6nnwzeerjfl2pxwmrtati