UEBER DIE IDG. VERBINDUNGEN VON 5 (Z) + GUTTURAL + L, M, N IN DEN GERMANISCHEN SPRACHEN

KARL FERDINAND JOHANSSON
1889 Beiträge zur Geschichte der Deutschen Sprache und Literatur  
UEBER DIE IDG. VERBINDUNGEN VON 5 (Z) + GUTTURAL + Z, M N IN DEN GERMANISCHEN SPRACHEN. I. bchon vor einigen jähren trug ich im phil. seminarium zu Upsala eine ansieht über die entsprechungen dieser Verbindungen in den germanischen sprachen vor. Die allgemeine regel, die ich damals aufstellte, lautete etwa: skl-, (skm-}, skn-sind lautgesetzlich in allen germanischen dialekten zu sl-, (sm-), sn entwickelt worden. Wenn sodann dieselbe Wortsippe schon in indogermanischer zeit formen sowol mit als
more » ... rmen sowol mit als ohne s aufweisen, so können wir in den germanischen sprachen neben einander verwante worter finden, die entweder auf sl-, (sm-), sn-oder auf -, Opn-), -zurückgehen. Ich suchte dann, durch angeführte beispiele dies gesetz wahrscheinlich zu machen und Noreen hat sich seit dem Ark. f. nord. fil. III p. 18 f. meiner ansieht angeschlossen; selbst hatte ich in meiner abhandlung Ue derivatis verbis tontractis p. 112 n. l gelegenheit auf die genannte regel hinzuweisen. Es wird aufgäbe dieser abhandlung sein das gesetz etwas ausführlicher zu begründen. Seit langer zeit hat man angenommen, dass k in der Verbindung skl-in einem worte ausgefallen sei, nämlich in ahd. sliozan u. s. w. in Verhältnis zu 1. claudo u. s. w. (s. Curtius, Et 5 150, Vaniöek, Wb. 1123 f., Schade p. 824 und die citierte literatur). Seitdem hat v. Fierlinger, KZ. XXVII, 190 ff., gestützt auf die vergleichung von ahd. sliozan und 1. claudo, von einer wz. sklaud-, in derselben weise ahd. sulan neben skulan aus einer Verbindung skl-(nicht skl·) erklärt (vgl. Brugmann, Grundriss I, p. 314. 386). Später KZ. XXVII, 480 er-
doi:10.1515/bgsl.1889.1889.14.289 fatcat:aq3v4fsdmzftzbbyswvjkkxfku