Ueber das Rutin

C. Zwenger, F. Dronke
1862 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
W e i P s *) hat zuerst aus der Gartenraute (Ruta graueolens L.) einen krystallisirbaren Stoff dargestellt, den er Rutin nannte und der einige Zeit nachher von B o r n t r a g e r"*) unter dem Namen Rutinsaure genauer beschricben ward. Sgater gaben R o c h l e t l e r und Hlasiwetz""") an, dafs auch in den Bluthenknospen von Capparis spinosa L., den s. g. Cappern, Rutin enthalten sei. Bald darauf, nachdem R i g a u d +) das Quercitrin als ein Glucosid erkannt hatte, zeigte H 1 a s i w e t z
more » ... 1 a s i w e t z J-+) , dafs das Rutin sich gleichfalls wie das Quercitrin durch Sauren in Zucker und Quercetin spalten lasse, und glaubte auf diese Zersetzung gestlitzt die Identitlit beider Kiirper annehmen zu mussen; eine Annahme, die seither allgemein als gultig angesehen wurde. Derselbe Chemiker machte endlich in einer anderen Abhandlung ++J-) darauf aufmerksain , dafs das Quercitrin j e nach seinem Ursprung
doi:10.1002/jlac.18621230202 fatcat:reh6bwtlefb7lmbj44xhbquaau