Die Farbe des Dianisalacetons und des Dibenzalacetons

Hans Stobbe
1914 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
In einer mit R i c h a r d H a e r t e l ' ) ausgefiihrtenuntersuchung ist gezeigt worden, daB */"-Chloroformlosungen des Dianisalacetons und des Dibenzalacetons in 10 mm Dicke kontinuierliche Absorptionsbander haben, von denen clas erste bis 1 = 445pp, das zweite nur bis ii = 435 ,up reicht. Hieraus wurde gefolgert, daD das Dianisalaceton dunkler sei als das Dibenzalaceton. Da nun die flachen, meist separat ausgebildeten I<ryst&llchen des ersten Ketons gelblichweifi , die hiiufig
more » ... iufig zusammengewachsenen derberen Krystalle des zweiten Retons gelb erscheinen, und da ferner die Farbintensitgt der Losungen des Dianisalacetons mit der Natur des Liisungsmittels wechselt, glaubte F r i t z S t r a u s 2 ) die von uns gezogenen Schliisse uber den Zusammenhang zwischen der Eigenfarbe und der Konstitution der beiden Verbindungen als bedingte hinstellen zu miissen, solange sie nicht durch Untersuchungen an anderen Losungen gestutzt seien. Uiesc: Kritik war die Veranlassung, die Spektra der beiden Ketone in drei verschiedenen Losungen fiir moglichst viele Konzentrationen und fur ein groBes Spektralbereich einschliefllich des Ultraviolett zu bestimmen. Die Ketone wurden aus Alkohol umkrystallisiert. Schmelzpunkt des Dianisalacetons 129,5-130 O , des Dibenzalacetons 112 O. Die nicht zu verdiinnten Losungen beider Ketone sind deutlich gelb und fluorescieren blaul) Diese Annalen 370, 100 (1909). 2, Diese Annalen 374, 59 (1910).
doi:10.1002/jlac.19144040105 fatcat:zv2bb2jvlfc53l46pc63m7jp4y