Weiterer Beitrag zur Kenntnis der Wirkung von Ammonsalzen, Glukosamin und Gelatine auf die Stickstoffbilanz

Emil Abderhalden, Arno Ed. Lampé
1913 Hoppe-Seyler´s Zeitschrift für physiologische Chemie  
In der letzten Mitteilung 1 ) über den Einfluß von verschiedenen stickstoffhaltigen Substanzen nicht eiweißartiger Natur -speziell Ammonsalzen -auf den Stickstoffstoffweehsel haben wir einen Überblick über die im hiesigen Institute ausgeführten Versuche, gegeben. Aus den erhaltenen Resultaten geht hervor, daß Ammonsalze die Stickstoffbilanz ganz erheblich beeinflussen können. Es finden Stickstoffretentionen statt. Welcher Art diese sind, läßt sich zurzeit noch nicht mit absoluter Sicherheit
more » ... uter Sicherheit feststellen. Es spricht sehr vieles dafür, daß die Zellen, selbst im Umsatz des Eiweißes und dessen Abkömmlingen eingeschränkt werden. Die Möglichkeit, daß das verfütterte Ammoniak zur Synthese einzelner Aminosäuren unter Vermittlung von Kohlenhydraten herangezogen wird, ist nicht ausgeschlossen. Jedoch liegt bis jetzt kein Befund vor, der eine solche Annahme sicherstellt. Die erwähnten Versuche sind alle am Hunde ausgeführt worden. Wir haben nun auch das Verhalten des Stickstoffwechsels nach Eingabe von Ammonsalzen beim Schwein studiert. Bemerkt sei, daß analoge Versuche bereits vor kurzem von Graf e 2 ) mitgeteilt worden sind. Unsere Resultate *) Emil Abderhalden und Arno Ed. Lamp6, Weiterer Beitrag Kenntnis der synthetischen Fähigkeiten der tierischen Zelle. Versuche über die Verwertung verschiedenartiger Stickstoffquellen im Organismus des Hundes. Diese Zeitschrift, Bd. 82, S. 21-96, 1912. *) Grafe, E., Weitere Mitteilungen über Stickstoffretentionen bei Futterung von Ammoniaksalzen. (Nach Versuchen am Schwein.) Diese Zeitschrift, Bd. 82, S. 347-377, 1912. Brought to you by | University of Arizona Authenticated Download Date | 5/31/15 12:01 AM
doi:10.1515/bchm2.1913.83.6.409 fatcat:ewdqxogqxneozdouti34is6fgm