Zur Elektrolyse von Chlorcalciumlösungen

Paul Schoop
1895 Berichte der Bunsengesellschaft für physikalische Chemie  
Ilic , , Z c i t s c h r i f t fiir E l e k t r o c h e m i c " crschcint 2 ma1 nionatlich und kostrt vierteljiihrlich Mk. 4.-. 13cstellungcn nchnirn Insrratc jrclc l3i1rhli;indlnn~, dic I ' d (Post-Ztgs.-Cat. Nr. 7681). snwie die Vcrlngsbuchhandlung von W i l h . K n a p p in Hallc :i. S. rntgrgrn. mcrdcn fiir die 3 gPsp;rltrne Petitzdc init j o Pfg. hrrechnet. Bei Wiederholungen tritt Ermiissigung ein. Hcitriigt. wcrdm unter drr Ailrcssc: Dr. TV. B q r c h e r s , D u i s b i i r g ,
more » ... i i r g , Karlstrasse g j erbetm. Siimtlichc Arbritcn wcrdcn gut Ikn IIcrrrii blitarhritc~rn gcviihrrn wir bis zu 50 Frcwxemplarc dejriiigm Nummcr, wckhe iltrc Rrbciten bringen, menn bpi Binscndung Iimioricrt. der Mnnuskriptc diesbrziigl. Wiinsche geiiusscrt werden. -~~~~~~~ ~~ ~ ir cinigen Jaliren hatte Verfasser Gelegenlieit, sich eingehender mit dem yon H c r m i t e ausgel-ddeten Bleichapparat zu beschaftigen. Derselbe war einer schweizerischen Firma zurn Erwerb angeboten wordcn und die vorgenommene Prufung erstreckte sich snwohl auf die Verifizierung der vom Erfinder gemacliten Angnben , als auch anf die Verwendungsfiihigltcit des Apparates resp. Verfahrens in1 technischcn Bctricb. --In hnbetracht der ausfiihrlichen Versnche, welchc in jungster Zeit uber den Hermitesrhen Elektrolyseur und dcssen Eignung fiir die Herstellung von ncsiiifektionsfliissigkeiten veriiffentlicht worden sind , kijnncn vielleicht die nachstehenden Mitteilungen dazu dienen, einen nahern Einblicli in dic Frage cler elektrolytischen Bleichmittel zu gewiihren. Die Elektrolyse von Kochsalzldsungen, welche siclicrlich eifrigst und vielseitig untersucht worden ist, scheint noch zu keinem definitiven Resultat gefuhrt zu Iinben. Im Gegensatz zii den Liisungen dcs Chlorknliunis, die sich glatt und siclier elektrolytisch zerlegcn lassen (siehe auch die ausfuhrlichen Untersuchungen von Dr. O e t t e l , diesc Zeitschrift I 894, Heft z und I I , 1895 Heft 15) zeigen Kochsalzliisungcn ein bedeutend komplizierteres Verhalten. Aber auch wenn es miiglich sein sollte, Kochsalz-liisungen glatt in Chlor und Atznatron zn zcrlcgcn, bleibt immer noch e i n grosser Ubelstaud , niinilich die UberfCihrung der verdunnten Natronlauge in transportables, vcrkiufliches Atznatron (resp. Soda). Die auf die eine oder andcre Mcthode bci der Kochsalzelektrolyse erhaltene alltalische Laugc oder Kathodenfliissigkeit ist ziemlicli verdfinnt und muss eingedanipft werden. Diese Operation erhiiht die Kosten des erhaltencn Atznatrons ganz bedeutend und tr:igt zum Teil tlaran Schuld, dass elektrolytisch gewonnenes Atznatron noch nicht konkurrenzfiihig in1 Handel auftritt. Nun konimt , wenn nicht Atznatron sondern Soda das Endprodukt sein sol1 , allerdings die Aldampfarbeit zum grossen Teil in Wegfall, indcm das beim Einleiten von Kohlensaure in die Katliodenflussigkeit erhaltliche Natriumbikarbonat schaer liislich ist und durch Ausltrystallisieren gewonnen werden ltann. Dagegcn hat aber die Soda nur etwn den lialben Handelswert \vie das entsprechende Atznatron. Jedenfalls reprasentiert das bci dcr Elcktrolyse gewonnene Chlor eben solchen Wert, indcm dasselbe mit wenig Icosten gewonnen und cntwedeials flfissiges Chlor oder in der Form von Chlorltalk transportund handelsfiihig crhaltcn werden kann. Der clektrolytisch erhaltcne ChlorBalk hat also die Konkurrenz niit dcni "reinchemischen " Chlor-2 8
doi:10.1002/bbpc.18950021002 fatcat:cpkmmghovjhktja3latr4dsmsu