Die Prinzipienerklärung der diesjährigen Tagung der N. E. A. in St. Louis

1904 Pädagogische Monatshefte / Pedagogical Monthly  
Known as the Early Journal Content, this set of works include research articles, news, letters, and other writings published in more than 200 of the oldest leading academic journals. The works date from the mid--seventeenth to the early twentieth centuries. We encourage people to read and share the Early Journal Content openly and to tell others that this resource exists. People may post this content online or redistribute in any way for non--commercial purposes. Read more about Early Journal
more » ... out Early Journal Content at http://about.jstor.org/participate--jstor/individuals/early-journal--content. JSTOR is a digital library of academic journals, books, and primary source objects. JSTOR helps people discover, use, and build upon a wide range of content through a powerful research and teaching platform, and preserves this content for future generations. JSTOR is part of ITHAKA, a not--for--profit organization that also includes Ithaka S+R and Portico. For more information about JSTOR, please contact support@jstor.org. Piidagogische Monatshefte. Hiervon bin ich so iiberzeugt, dass ich das Schulgeschlift wie eine Hl11enqual des Sisyphus und der Danaiden ansehe, solange der Lehrer nicht v611ig in seiner Klasse Herr, seiner Schiiler mniichtig und eines jeden Winkes, den er gibt, gewiss ist. G6ttliche, edle Talente im Menschen unbenutzt liegen, verrosten und sich selbst aufreiben zu lassen, ist nicht nur Hochverrat gegen die Menschheit, sondern der grisseste Schade, den ein Staat sich selbst zufiigen kann. Lernt erzii hlen, berichten, fragen und antworten; zusammenhlingend, andringend, klar, natiirlich schreiben, verniinftige Ausziige, Tabellen, Expositionen und Deduktionen der Begiffe machen; lernt, was ihr denkt, wollt, sagen. Die Zeit gebietet's, die Zeit fordert's. Im sWillen leben wir; das Herz muss uns verdammen oder tristen, stiirken oder niederschlagen, lohnen oder strafen; nicht auf Kenntnisse allein, sondern auf Charakter und Triebe, auf die menschliche Brust ist die Wirksamkeit und der Wert, das Gliick oder Ungliick unsers Lebens gebauet. Jeder Lehrer muss seine eigene Methode haben, er muss sie sich mit Verstand erschaffen haben, sonst frommt er nicht. Nun aber gibt's wohl keinen veriichtlicheren Titel, ja fiir sich und andere wohl kaum eine gr6ssere Last des Lebens, als zeitlebens in seinem und jedem Geschiift ein Stiimper zu sein und zu bleiben, kein eigenes Land, wo wir recht zu Hause sind, sich angeeignet zu haben, in dem wir mit Gewissheit des Eigentums, mit Ehre und Freude wohnen.
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