Das äthiopische Maccabäerbuch

Josef Horovitz
1906 Zeitschrift für Assyrologie und Vorderasiatische Archäologie  
Die Beschreibung, welche L. GOLDSCHMIDT x ) von dem Frankfurter Codex Rüppel II 7 giebt, hat mich vor mehreren Jahren veranlasst, diese Handschrift durchzulesen. Seine polemischen Bemerkungen gegen DILLMANN erweisen sich zwar, wie zu erwarten war, als unberechtigt; aber um auch anderen ein endgiltiges Urteil zu ermöglichen; ist es vielleicht nicht überflüssig, wenn ich die Auszüge und die Inhaltsangabe, die ich angefertigt habe, veröffentliche. Die Charakteristik, welche DILLMANN nach der
more » ... MANN nach der AßBADiE'schen Handschrift von dem äthiopischen Maccabäerbuche gegeben hat, 2 ) sowie gelegentliche Zitate in seinem Lexikon beweisen, dass sie dasselbe Buch enthält wie die Frankfurter Handschrift; ebenso stimmen die Handschriften des British Museum, von denen ich eine an mehreren Stellen verglichen habe, mit der Frankfurter überein. 3 ) Die Frankfurter Handschrift ist also kein Unicum. Am Ende aller Handschriften wird angegeben, dass das Buch aus drei Abschnitten (-flrtaC) bestehe; in der 1) Die abessynischen Handschriften der Stadtbibliotliek zu Frankfurt a. M. S. 21. 2) Lexicon^ Prolegomena p. XT. 3) WRIGHT, Catalogue X 3, XI 9, XV 7, XXVI 10, XXVIII 5, XXXI 2, XXXII i. Andere Handschriften kennt auch CONTI ROSSINI (Rendiconti Lincei Serie V vol. VIII p. 625) nicht.
doi:10.1515/zava.1906.19.2.194 fatcat:dktb6ku2cnai5f5sah7meml6ai