Ueber Sklerodermie (Schluss aus No. 21.)

A. Eulenburg
1894 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Der dritte Punkt, auf den ich Ihre Aufmerksamkeit lenken möchte, betrifft die pathogenetisehe Beziehung der Skierodermie zum Nervensystem, ihre Auffassung als eine in gewissem Abhängigkeitsverhältniss vom Nervensystem stehende Ernährungsstörung, als "Trophoneurose". Ich habe dieser Auffassung schon vor zwölf Jahren in der erwähnten Abhandlung der Zeitschrift für klin. Medicin" das Wort geredet; sie ist bald daraufvon E. Schwimmer1) in seiner vortrefflichen Monographie der neuropathischen
more » ... ropathischen Dermatosen mil Eifer und Sachkenntniss verfochten worden, und sie scheint nach und nach sich auch mehr Anerkennung selbst hei Dermatologen zu verschaffen, die ihr ursprünglich ferner standen und einer anders gearteten Auffassung der Sklerodermie huldigten, wie z. B. Kaposi2), der fröher ein mechanisches Hinderniss stellenweises Stagniren der Lymphe in den Gewebsräumen der Cutis --als Grundlage der örtlichen Veränderungen anzunehmen geneigt war, gegenwärtig aber "eine vom Centralnervensystem iiifluenzirte trophische Störung" als entfernte Ursache der Krankheit anerkennt. Von Schwimmer werden ausser partiellem und universellem Sklerem noch Hautatrophie, Myxödem, Lepra, Ichthyosis dieserCiasse der "constitutionellen Trophopathieen" zugerechnet, während
doi:10.1055/s-0029-1205818 fatcat:mbjn4ognvzhqvdnngsr7oebth4