Aegyptisches w:r – hebr. "Strick"

1914 Orientalistische Literaturzeitung  
Dokument (K. 2675, Es. 27 ) den Namen Ikkilü. Da nun der Brief Harper, Lettr. Nr. 992 einen Ikkilü 1 erwähnt, der, obschon nicht König genannt, dennoch in einem Hafen die Herrschaft an sich gerissen hat und es sogar wagt, Schiffer und Schiffe, die am assyrischen Quai angelegt hatten, in empörendster Weise zu behandeln, da ferner in demselben Briefe (Z. 25) die Stadt Simirra 2 erwähnt wird, die in der Nähe von Gebal gelegen hat (s. Winckler, ΚΑΤ 3 S. 55), der erwähnte Hafen demnach also doch
more » ... mnach also doch wohl auch in dieser Gegend zu suchen ist, so möchte ich beide Ikkilü identifizieren. Die für uns in Betracht kommende Stelle lautet (Z. 14 ff.): sarru belu ύ-du 15) (m) IkTci-lu-ύ la ύ-ra-am-mu (is) elippe 16) ina ka-a-ru sä sarri beli-ia la e-laa-ni-u 17) ka-a-ru gab-bi a-na pa-ni-su us-sähhar 18) sä a-na pa-ni-su il-la-kan-ni 19) harräna i-na sepä-su i-sak-kan 20) sä a-na ka-a-ru sa (mat) Asur (KI) il-la-ni 21) i-du-ak (is) elippa-Su ά-pa-si = Der Herr König weiss: Ikkilü lässt die Schiffe nicht los 3 , dass sie nicht am Quai meines Herrn Königs anlegen. Die ganzen Quais wendet er sich zu. Wer zu ihm kommt, dem macht er keine Schwierigkeiten 4 ; wer aber am assyrischen Quai anlegt, den tötet er und sein Schiff zerstört er(?) 5 . Aus diesen Angaben möchte ich schliessen, dass Asurbanipal nach der Unterwerfung Jakinlus in Arwad einen assyrischen Quai d. h. eine assyrische Douane, wo die anlegenden Schiffe dem König von Assyrien Abgaben zahlen mussten, einrichtete und unsern Itti-Samas-halatu daselbst als Resident (räbisu der Amarnazeit) einsetzte. Der Phönizier aber kümmerte sich so wenig um ihn wie um seinen Souverän, sobald er merkte, dass Asurbanipal anderweitig beschäftigt sei, sondern suchte den ganzen Handel an sich zu ziehen, ja behandelte die Schiffer, die an der assyrischen Douane abladen wollten, aufs schimpflichste und konfiszierte ihre Schiffe. Ueber diese empörende Behandlung berichtet nun der Resident, aber es scheint 1 Klauber, der den Brief AJSL XXVIII 110 behandelt, sieht in J ^JU izjyjjr gar keinen Eigennamen, sondern liest ana ikki lü (la urammu). Aber damit verliert er das Subjekt der folgenden Sätze; man weiss nicht, wer die Schandtaten begeht. * Wer der "er" (su) ist, der in der Stadt Simirsa ist und nach Assyrien gehen will, ist mir wegen der Lückenhaftigkeit des Textes nicht klar. * Ich halte die Form urarnmu für Π 1 von PID1; vgl. dazu Behrens Br. S. 51. Ylvisaker, Zur assyr. u. bab. Grm. S. 45; Harper, Lettr. Nr. 1219, 11. * Für diese Phrase, die sich besonders in neubabylonischen Kontrakten und Briefen nicht selten findet, vgl. Pognon, RA IX 137 ff. » Vgl. zur Bedeutung Klauber, a. a. 0. 110; 132. nicht, als ob Asurbanipal noch imstande gewesen wäre, hier Abhilfe zu schaffen. fkgyptisches wir -hebr.
doi:10.1524/olzg.1914.17.16.218a fatcat:lpfhl76wqjay5dg3ckwmvkltuq