Die Valenz und das periodische System. Versuch einer Theorie der Molekularverbindungen

R. Abegg
1904 Zeitschrift f�r anorganische Chemie  
Mit 1 Figur im Text. I n h a l t : 1. A f f i n i t a t u n d Valenz: Isolierbarkeit von Verbindungerr. 8. 331. -Affinitat und Valenz. S. 333. -Grunde fiir Valenzvariation. S. 334. -Polaritat der Valenz. S. 337. -Erkennung minimaler Ionisation. S. 338. -Amphotere Natur der Elemente. 8. 340. -Variation der Affinitlit mit der Atomgrofse und Polaritat. S. 341--Alle Elemente haben ewei Arten von Valenz. S. 342. -Kriterien uber die polare Funktion eines Elements in Verbindungen. S. 344.
more » ... . 344. -Konstitntion der Elementarmolekeln. S. 345. -Gibt es unpolare AffinitBt? S. 346. -Unterschiede der beiden Valenzarten. 8. 347. 2. D i e M o l e k u l a r v e r b i n d u n g e n : Einteilung. S. 349. -Verbindungen gleicher Molekeln. Assoziation. S. 349. -Verbindungen verschiedener Molekeln. "Molekularverbindungen." 8. 35 1. -LiSsungen als Molekularverbindungen. Dissoziierende Kraft. S. 353. -Komplexe Ionen. S. 360. -Valchzstruktur der Komplexionen. S. 362. -Oxysauren. S. 364. -Affinitiitsunterschiede der Haupt-und Nebengruppen. S. 366. -Die achte Gruppc. S. 368. -Kohlenstoff. S. 369. -Verhiiltnis der Theorie zu fruheren. S. 373. -Valenz und Elektrizitlitstheorie. S. 376. S. 333. -Molekularverbindungen. 1. Affinitit und Valenz. Die chemische Wechselwirkung zweies Stoffe setzt das Vorhaildensein einer besonderen A r t von Kraft , der chemischen Ksaft, voraus, deren Intensitlt, wie GULDBERG und WAAQE gelehrt haben, Diese Schrift erschien in kiirzerer F o i n in Christiania Videnskabs-Selskabets Skrifter 1902 (Nr. 12) unter dem Titel , , V e r s u c h c i n e r T h e o r i e d e r V a l e n z u n d d e r M o l e k n l s r v e r b i n d u n g e n " . Sie war aus einer Vorlesung entstanden nnd bei der Niederschrift hatte mich Dr. 0. SACKUR verstlndnisvoll unterstiitzt. Die hier angebrachten Erweiterungen sind teils der inzwischen erschicnenen Literatur entnommen, teils anch vielfachen Anregungen entaprungen, fiir deren freundliche fjbermittelnng ich vielen Fachgenossen zu aufrichtigem Dank verpflichtet bin. Namentlich mSchte ich ihn den Herren * Diese Auffassung wird bereits von GULDBERG und WAAGE (Ostw. Klass. 104, S. 17) angenommen. Sie ist offenbar n o t w e n d i g , denn es ist extrcm unwahrscheinlich, dafs die Dissoziationsprodukte einer Verbindung n i e mit ilir homogen mischbar seien. Sind sie aber mischbar, so ist das Produkt offenbar eine Liisung (so im Falle der Dissoziation von Glaubersalz in Na,SO, und H,O und vielen anderen Salzhydraten). Auch MENDELEJEFF (Grundlagen d. Chemie, S. 119-1 22, Leipzig 1892) spricht diesen Gedanken schon mit aller Klarlreit aus.
doi:10.1002/zaac.19040390125 fatcat:uen6dnis2bgqvc3p3v6z4vcm5y