Ueber die Behandlung der Mundatmung und des chronischen Tubenverschlusses mit der Gaumendehnung nach Schröder in Kassel2)

1906 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Die glänzenden Erfolge, welche die Entwicklung unserer Spezialwissenschaft in den letzten Jahrzehnten gerade bei einigen der häufigsten Krankheitsformen aufzuweisen hatte, haben es uns fast vergessen oder übersehen lassen, daß einzelne, wenn auch wenige Erkrankungsfälle gerade der gewöhnlichsten Art unseren sonst wirksamen Maßnahmen unzugänglich oder doch schwer heilbar sich zeigen können. Die Mundatmung und der chronische Tubenverschluß insbesondere, diese alleralitäglichsten Krankheitstypen,
more » ... n Krankheitstypen, haben wir dank Wi 1h e 1m Mey er und einer Reihe von Aerzten, die seinen Spuren gefolgt sind, mit einer Sicherheit bekämpfen gelernt, daß wir kaum jemals zögern werden, eine gute Prognose zu stellen, wann immer ein Kind mit verstopfter Nase und Schwerhörigkeit unserer Behandlung anvertraut wird. Wir werden nicht säumen, adenoideWucherungen im Nasenrachen, hyperplastisehe Gaumentonsillen, Schwellungen oder Verdickungen der Muschelüberzüge zu beseitigen, um dann mit der Zuversicht, die eine tägliche Erfahrung stets neu verleiht, dom Eintritt voller Hörschärfe und freier Nasenatmung entgegen zu sehen. Allein nicht immer will der erwünschte Erfolg in seiner ganzen Sinnfälligkeit sich zeigen: wenn wir nämlich nicht versäumen, auch noch nach Wochen und Monaten unsere kleinen Patienten sorgfältig zu untersuchen, wenn wir immer und immer wieder Stichproben auf ihre liörsehtirfe machen und es uns auch nicht verdrießen lassen wollen, den Schlaf des Kindes selbst zu beobachten. Je nach Erfahrung und Vortrag, gehalten In der Versammlung der Vereinigung westdeutsrher liale-
doi:10.1055/s-0028-1142010 fatcat:i4x7vmjv45fpbcqaorzjlpajwi