Ueber Monoklinoëdrisches Magnesiahydrat oder Texalith

R. Hermann
1861 Journal für Praktische Chemie  
Kurzlich erhielt ich von Herrn Dr. K r a n t z , unter Clem Namen: krystallisirter Brucit von Texas in Pcnnsylvanien , ein Mineral, dessen Iirystalle verschiedcn waren von den von D a n a beschricbenen Krystallcn des Brucit,s. Letztere bestanden nHmlich a u s einer Combination zweier Rhomboeder mit der Basis, wahrend die Krystalle voii Texas monoklinoedrisch waren. Das Magnesiahydrit ist. daher dimorph. Ich werde das monoklinoedrische Mngnesiahydrat, zum Unterschiede von dem hexagonalen
more » ... hexagonalen Brucite, nach seinem Fundorte Texalith nennen. Das von mir naher untersuchte Exemplar von Texalith bildet ein handgrosscs Stuck, dass (lurch cin Aggregat voii Iirystallen von verschiedener Grossc gebildet wurde. Die Krystalle waren farblos, klar nnd durchsicht,ig, mit ausgczeichneter Spaltharlreit, nach einer Richtung. Gl5nzend, auf der Spaltungsfliiche Perlmutterglnnz, auf den uhrigen Flachen Glasglanz. IIiirte 2, spec. Gew. 2,36. Die Form des Krystalle war monoklinoddrisch und homoomorph mit Epidot. Die Flachen der Krystallc bestanden a u s der v o r mtenden Basis OP(W), dem Orthopinakoi'tle r*j P m ( T ) , cler h i nteren schiefen Endfliche -4 Pm (m) und dem vordcrcn schiefen Prisma + 2P(p).
doi:10.1002/prac.18610820143 fatcat:67jokd4lfjh4hc2ygdyaeuba5i