WEITERE BEITRÄGE ZUR ALTENGLISCHEN WORTFORSCHUNG

OTTO B. SCHLUTTER
1913 Anglia. Zeitschrift für englische Philologie  
Was bedeutet ae. andbita? Nach Hall ist es ein gew hnliches wort und bedeutet 'feast' (Dict. p. 17 a). Nach Sweet, der das wort halb richtig als einmal in den glossen bezeugt angibt, ist die bedeutung zweifelhaft; er schwankt zwischen 'tasting' und 'feast' (Dict. p. 11 a). B.-T. gibt als bedeutung 'that which is unleavened, unleavened bread, the feast of unleavened bread, azyma'. Als fundstelle gibt er an Cot. 17 und verweist auf goth. unbeistei ι αζνμον\ Cot. 17 meint Codex Cottonianus 17, was
more » ... Cottonianus 17, was heute mit MS. Cotton. Cleopatra A III bezeichnet wird. Die glosse steht auf fol. 91 recto und fol. 11 verso -W W. 484™ und 354 3 . Das MS. hat fol. 91 and bita.beorma, und zwar ist das t aus d korrigiert, so dafs es aussieht, als sei es mit einem Schn rkel versehen, was WW. bersehen hat, indem er andbida druckt. Die glosse bezieht sich auf Marc. 14, l erat autem Pascha et Azyma post biduum, wo vom feste der unges uerten brote die rede ist. Daher die bedeutungsangabe 'feast' bei Hall und Sweet. Des letztern 'tasting' beruht jedenfalls auf dem gedanken an deutsch Imbiss. Aber der zusatz beorma, aus dem B.-T. mit recht ein andbeorma 'that which is without barm, unleavened 7 folgert und anf hrt, zeigt deutlich, dafs wir es mit einer etymologisierenden erkl rung von αζνμον zu tun haben und -bita synonym mit beorma sein mufs; es geh rt zu goth. beist 'fermentum', wie B.-T. richtig angibt; der Sauerteig ist also als das die teigmasse 'beifsende', zersetzende gefafst. Dafs andbita, andbeorma 'unges uert' auch zur bezeichnung des festes der unges uerten brote ge-Brought to you by |
doi:10.1515/angl.1913.1913.37.41 fatcat:2kf3lan3t5ghzfsqatxyvrdxym