Vorwort

Supervision-Herausgeber*Innen Und Redaktion, Forum
2021
Onlinezeitschrift für Beratungswissenschaft und Supervision "FoRuM Supervision" Vorwort Sehr geehrte Leser*innen und Freund*innen der Zeitschrift und der Supervision, feldbezogene Heftschwerpunkte sind im "Forum Supervision" auch den unmittelbaren Erfahrungen geschuldet, die die Redaktionsmitglieder und Lehrenden im Masterstudiengang "Supervision und Beratung" im Feldkontakt machen. Authentische, teilweise emotional vorgetragene und gleichzeitig reflektierende Schilderungen bieten den Anlass
more » ... verweisen auf Strukturentwicklungen in Feldern, denen sich die Zeitschrift wie auch der Studiengang verbunden fühlen. So entstehen Heftschwerpunkte. Einer dieser Anlässe war die Arbeit von Henning Schnieder zur Problematik der fehlenden Traumakompetenz in der Jugendhilfe; dieser Artikel findet sich auch in diesem Heft. Weitere, nicht minder wichtige Anlässe sind Feedbacks zur Entwicklung der Arbeitsbedingungen und der Beziehungsräume im Feld der Jugendhilfe, von denen der Redaktion und den Herausgeber*innen berichtet wird. Fälle und Fallentwicklungen spielen hier eine wichtige Rolle. Nachdem sich das "Forum Supervision" in den letzten Heften vielfach mit methodischen Fragen beschäftigt hat, was dem Thema der Professionsentwicklung in der Supervision geschuldet ist, haben Schwerpunkte zu wichtigen Feldern in der Supervision meist auch berufspolitische Dimensionen. 30 Jahre ist es jetzt her, dass die Soziale Arbeit und die Pflege eine politisch verordnete Rosskur durchlaufen mussten, in deren Mittelpunkt das Konzept der Dienstleistung und des Services standen. Qualität, so schien es, war nicht mehr etwas, was im Habitus der Professionellen als Kompetenz, ethische Grundeinstellung, fachliches Können und Wissen verinnerlicht war, sondern etwas, was von außen durch Kontrolle in Organisationen quasi hineingeprüft werden konnte. Es begann eine Konjunktur von Qualitätshandbüchern, Konzepten und von Leitbildern, die für die Praxis konzipiert wurden und die dann abgearbeitet werden sollten. Klientengespräch -Haken dran, aktivierende Pflege -Haken dran, Umgang mit Klientengefühlengibt es da nicht ein Training, das angeboten und abgerechnet werden könnte? -Haken dran. Die Professionen gerieten in den Sog der Verbetrieblichung. Die zweite Säule der Wende hin zur Jugendhilfe als Dienstleistung
doi:10.11576/fs-4526 fatcat:obpekckwtfgltprtkgnhx2olta