II. Ueber die Darstellung des metallischen Molybdäns

Alfred Mai
1907 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
100 -If u t h ni a 11 ) i f Metalle der seltenen Erden untl Ertlsciwen. Ueber die Darstelluiig des metallischen Jlolybdaiis; gemeinsam mit Alfred Mai. Molybd%nmetall tindet in Legirung mit Eisen bei der Fabrikation yon Zeugstahl (fur Schnelldrelistiihle, grosse Kurbeln, Treibwellen, schwere Geschiitze, Gewehrlaufe, Kesselplatten u. s. w.) eine fortgesetzt steigende Verwendung. Die Eigenschaften, welche das NolybdRn dem Stalil verleiht, sind denjenigen sehr #hnlich, welche das Wolfram
more » ... Wolfram hervorruft., jedoch wirkt Molybdiin in Legirung niit Eisen vie1 stiirker hPrtend als IVolfram. K u r t P i e t r u s k y l ) bericlitet iiber die Fabrikation v'on Xolybd8nlegirungen in Amerika; dort aerden gewohnlich Molyb-dPn-Nickellegirungen (75 pC. Mo -i-25 pC. S i bezw. 5 0 pC'. Mo -50 pC. Xi) gewonnen, welche man dem Stalil zusetzt. Es liegen also iihnliclie Verhlltnisse vor, wie bei der Fabriliation von clirom-, wolfram-und manganhaltigem Stahl; aucli in diesen Flillen stellt die Technik zunlclist hocliprocentige Legirungen dar, urn diese dann dem Stahl in genau berechneten Dosen zuzusetzen; dabei muss man natiirlich die genaiie Zusaminensetzung des Chrom-, Wolfram-oder Manganzusatzes kennen oder ermitteln, urn irnmer wieder den gleichen Effect zu erzielen, weil e8 technisch uicht moglich iet, hochprocentige Legirungen in stets viillig gleiclier Zusammensetzung zu erzeugen. Diesen Missstand urngeht man natiirlicli am besten durch Anwendung von reinem Chrom, Wolfram, Mangan u. s. w., womit sic11 die Vorliebe der Teclinik fur die I ) Chemischc Zeitschrift 4, Seite 241.
doi:10.1002/jlac.19073550106 fatcat:a2qsjr4qfze4vlij4wl6jfgoym