Die Kroatische Katholische Presse 1849 -1900

Juraj Matausic
1985 Communicatio Socialis  
Die Kroaten werden durch den Umstand gekennzeichnet, daß sie an der Grenze leben. Durch ihr ethnisches Gebiet verlief in der alten Zeit die Grenze zwischen dem ost-und dem weströmischen Reich, zwischen dem Reich der Franken und dem von Bysanz, zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche. In diesem Gebiet hat sich auch der Vorstoß der Osmanengegen den Westen festgefahren. Auch die heutige Herrschaftsform in Jugoslawien-dessen mittleren Teil zwischen Slovenien und Serbien vermischt mit
more » ... en vermischt mit anderen Völkern die Kroaten besiedeln-könnte man als eine "Grenzform" zwischen den östlichen und den westlichen Formen des Marxismus bezeichnen. Auch die kroatische katholische Presse der im Titel genannten Zeit wird geprägt von diesem Merkmal, das sich in folgendem inneren Zwiespalt manifestiert: soll man mit anderen Völkern, Religionen und Ideologien Gemeinsamkeiten oder kompromißlose Konfrontation suchen? 1 -Entlang dieser Fragestellung erscheint eine Untersuchung der kroatischen Presse auch für die heutige Zeit lohnend. Dr. phil. Juraj Matau~ic OFM ist Redakteur des Wochenblattes "Kr~canska sadasnjost" (Christliche Gegenwart), das in Zagreb, Jugoslawien, erscheint. Er hat in Münster/West[ und in Salzburg Kommunikationswissenschaft studiert. x) Communicatio Socialis 18 (1985) 3: 207-221 Quelle: www.communicatio-socialis.de
doi:10.5771/0010-3497-1985-3-207 fatcat:lvjr3fl2mrhflnnvqkjy7ac53u