Ueber Kupferverbindungen des Dicarboxylglutaconsäureesters

Wilhelm Wislicenus
1898 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
Bei Gelegenheit einiger Versuche mit dem Dicarboxylglutaconeaureester, die inzwischeu aufgegeben wordeu siud, wurde die Be-ob~chtuiig gemacht, dass dieser Ester zwei verschiedene Kupferverbindungeii liefern kaon. D a diese Xrscheinung wegen der Msglichkeit yon lsomerien interessaut erschien, wurde sie weiter verfolgt. Ee stellte sicb dann heraus, dass die eine Verbindung das n e u t r a l e , die andere das b a s i s c h e Kupfersalz des Esters ist. N e u t r a l e r K u p f e r d i c a r b o x
more » ... e r d i c a r b o x y l g l u t a c o n s a u r e e s t e r , (CisHzi08hC~. Derselbe entsteht, wenn man eine etwa 15-procentige alkoholische Losung von Dicarboxylglutaconsaureester mit der berechneten Menge Knpferacetat, in der 15-bis 30-fachen Menge Wasser gelast, zusammengiebt, als gelbgriiner Niederschlag (Ausbeute ca. 90 pCt. der Theorie). Durch Urnkrystallisiren aus Alkohol, in welchem er sich n i t griinlichbrauuer Farbe lirst, kann der Korper leicht gereinigt werden, und bildet so gelbgriiue feine Nadelchen, die bei 175-176" aehrnelzenl). Die slkoholische LGsung wird durch Eisenchlorid tief violet gefarbt. C ?~H~~O L G C U . Ber. C 49.9, 11 5.5, Cu 5.8. Gaf. 2 49.3, o 5.7, )) 8.6. Basis c h e r Ku p f e r d i c a r b o x y 1 g I u t a c o n s l u r e e s t e r , (Cli Hal 0s) CU. OH. Diese Verbinduug entsteht, neben den] neutralen Salz, namentlich dann, wenn man warine Ester-und Kupferacetat-Losungeu anwendet oder noch besser, wenn man die wassrige Losung des N a t r i u r ndiearboxyglutaconssureesters rnit einern Ueberschuss voii Rupferncetatliisuiig fiillt. Von dern neutralen Kupfersalz iut sie am bestee h r c h Methylalkohol zu trennen, in welchem sie schwer loslich ist. Sie hinterbleibt als blaugriine Masse, die anniihernd die Farbe deo krystallisirten Kupferacetats besitzt. Aus vie1 siedeudem Methylalkohol umkrystallisirt, erscheint sie in Form kleiner blaugriiuer Prismen und schrnilzt bei 193-1950. In Aethylalkohol lBst sie eich leichter. Die LBsung ist griin gefiirbt und giebt mit Eisenchlorid violette Farbung, die bald missfarben wird. Claisen erwailhnt diese Verbindung auch, ohm nirhere Angabe der Er findet den Schmp. zu Art der Darstellung und der Zusammensetzung. 177' (Ann. d. Chem. 2U7, 88).
doi:10.1002/cber.18980310126 fatcat:ogo4tqdharebzhbbn4hxkkrnxi