Franck, Etymologisch Woordenboek der Nederlandsche taal

Franz Jostes
1896 Indogermanische Forschungen  
klärung gegeben, die wenigstens für die dort behandelten Mundarten sicherlich, wohl aber auch für die Windbiller nötig ist. An Wrights inhaltreicher Arbeit sieht man recht, wieviel Ellis' grossartiges Werk zu thun übrig lässt. Bei der gelegentlichen Gegenüberstellung älterer echter mit jüngeren geborgten Formen im Windhiller Dialekt zeigt sich nahe drohend auch die Gefahr, dass uns viel Kostbares verloren gehen wird, wenn der gelehrte und verdienstvolle Oxforder Professor unter seinen Schülern
more » ... er seinen Schülern nicht bald gleich erfahrene und gleich eifrige Nachfolger finden sollte. Groningen, Niederlande. Karl D. Bülbring. Franck J. Etymologisch Woordenboek der Nederlandsche taal. Hoogeleraar aan de Universiteit de Bonn. 's-Gravenhage Martinus Nijhoff. 1238 Sp. 1892. 15 M. Geb. 17,50 M. Das vorliegende Werk soll für Holland das werden, was, Kluges Etymologisches Wörterbuch für Deutschland geworden ist: ein Hand-und Hülfsbuch für alle, die ein tieferes Interesse an ihrer Muttersprache haben. Kluges Werk hat, was Anlage und Ausführung betrifft, für Fr. das Muster gebildet; das ist um so weniger zu bedauern, als dieses, wie der Erfolg bewiesen hat, für die Kreise, auf welche es berechnet, recht praktisch eingerichtet war. Im Einzelnen hat sich Fr. auch dort, wo es sich um dasselbe Wortmaterial handelte, ein durchaus selbständiges Urteil bewahrt und dieses in umsichtiger und besonnener Weise zur Geltung gebracht. So· ist denn ein wirklich gediegenes Werk zu Stande gekommen, in dem überall die Ergebnisse der neuesten Forschung verwendet, oder berücksichtigt sind und deshalb für die wissenschaftliche Erforschung der holländischen Sprache frische Anregung geboten wird. Es ist aber zu hoffen, dass seine Verbreitung sich nicht auf die gelehrten Kreise beschränkt, sondern dass es auch bei dem übrigen gebildeten Volke Anerkennung und Benutzung finden wird. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einem derartigen Werke der eine dieses, der andere jenes anders haben möchte. Manche derartige Wünsche sind unerfüllbar, aberanderen wird zum Nutzen des Werkes bei Neuauflagen doch nach und nach Rechnung getragen werden können. Zwei, solche Wünsche möchte ich hier dem Verfasser zur Erwägung unterbreiten. Erstens scheint mir, dass bei manchen, besonders kultur-: geschichtlich interessanten Wörtern ihre Entwickelung im Sonderleben des Germanischen eingehender behandelt werden.
doi:10.1515/if-1896-0154 fatcat:few5p3toxjbpva5inf2zeg2mki