Erweiterung unserer Kenntnisse über Patellarfracturen ohne Diastase durch das Röntgenbild

Wegner
1900 Langenbeck's archives of surgery (Print)  
Das Riintgenbild hat sehou manchen werthvollen Aufschluss fiber die Diagnose und Pathologic der Knochenbrfiehe gegeben. Diese Thatsache rechtfertigt es, in jedem nut irgendwie unklaren Fall einer Knochenverletzung, sowie in allen F/~llen, in denen nur die MSglichkeit einer Mitbetheiligung des Skeletts vorliegt, die RSntgographie als Hfilfsmittel ffir die Diagnose zur Anwendung zu bringen. Sie daft uns nicht verleiten, die bisherigen Untersuehungsmethoden zu vernachlKssigen, sondern sie soll uns
more » ... ondern sie soll uns die Resultate derselben bestKtigen, und wo sie im Stich lassen, neue Aufschlfisse geben. Bei der nach diesen Gesiehtspunkten gefibten systematischen RSntgenaufnahme yon Verletzungen ist es mir in einigen F~tllen gelungen~ einen vorher nicht diagnosticirten Kniescheibenbruch als solchen klarzustellen und damit zugleich bisherige Ansehauungen fiber Entstehung und Functionsbehinderung bei dieser Verletzung in gewisser Weise zu beriehtigen oder, soweit sie nicht sicher waren, zu best~ttigen. Ich lasse zunSehst die Krankengeschichten folgen. 1. Der erste Fall betrifft einen Unfallspatienten unserer medicomechauischen Abtheiiung~ Kr, im Alter yon 35 Jahren. Derselbe rutsehte am 23. October 1899 beim Auspacken von schwereu Kisten aus einem Eisenbahnwageu mit dem rechten Fuss aus und knickte dabei heftig im Knie ein. Er giebt auf das Bestimmteste au~ dabei nicht zu Fall gekommen zu sein. Nach etwa 20 Schritten~ die er unter grossen Sehmerzen im Knie noch zurileklegte~ musste er naeh Hause gefahren werden. Der behandelnde Arzt fand das Knie stark geschwollen~ diagnostieirte eine iunere Verletzung desselben und behandelte nach vierwSehentiicher
doi:10.1007/bf02792077 fatcat:elm4vw3l4fei3cgfauhccdpdre