Spezielle Arbeitsmethoden zur Erzeugung hoher Temperaturen im Vakuum und das Verhalten einiger Metalle, Oxyde und Carbide bei denselben

Erich Tiede
1914 Zeitschrift f�r anorganische Chemie  
Mit 6 Figuren im Text und 2 Tafeln. Wir haben es zunachst unternommen, das durch die Gliihlampentechnik leichter zuganglich gewordene Tantal und Wolfrani an Stelle des teuren Platins und Iridium8 auf seine Verwendungsmoglichkeit zur Konstruktion von Vakuumofen in der verschiedensten Form zu untersuchen,ferner die von F. FISCHER und E. TIEUE~ friiher augegebenen Apparate in verschiedener Hinsicht zu verbessern und auf das Studium einiger Metalle, Oxyde und Carbide bei extremen Temperaturen im
more » ... Temperaturen im Hochvakuum anzuwenden. I. T e i l . Apparate. Das Prinzip, das den Konstruktionen zugrunde gelegt wurde, war, die Heizquelle in den zu evakuierenden Raum zu verlegen. Die ersten Versuche beschaftigten sich damit, das Verhalten des Tantals gegenuber verschiedenen Oxyden zu prufen. Zur Untersuchung gelangten MgO, AI,O" Tho, und ZrO,. Es wurde bei diesen Versuchen so verfahren, daB die reinen Oxyde mit Glyzerin oder mit Wasser und einem Tropfen StLkekleister angeruhrt wurden und in ganz dunner Schicht mehrinals iibereinander auf ein dunnes halbrohrformig gebogenes Tantalblech von geeigneten Abmessungen aufgestrichen wurden. Nach dem jedesmaligen Auftragen der Oxydschicht war das so praparierte Blech im Vakuum ausgegluht worden. Am besten eignete sich eine Mischung von neun Teilen Zirkonoxyd mit einem Teil Magnesia, wie sie von WEISS~ in seiner Arbeit uber Zirkonoxyd angegeben ist. Dieser Mischung wurde eine Spur Wolfram-
doi:10.1002/zaac.19140870110 fatcat:iegvniczqverfndgh7txlopvcq