Notiz über das Chromchlorid

Pelouze
1845 Journal für Praktische Chemie  
In meiner Abhandlung iiber die Aequivalente mehrerer einfacher Kiirper , welche ich der Academie vorgelegt habe, driickte ich die Absicht ans, noch mehrere Chlorverbindungen, ausser den in jener Abhandlung angegebenen, der Analyse zu unterwerfen. Unter diesen Korpern befand sich auch das Chromchlorid, dessen Unliislichkeit mir kein Hinderniss zu sein schien , indem ich nach der merkwiirdigen Beobachtung von P C 1 i g o t beabsichtigte, dasselbe dnrch Vermittelung eiiier hiichst geringen Menge
more » ... st geringen Menge Chromchloriir aufzuliisen. Da die Methode, welche ich befolgte, in allen Fiillen keine Wagung des zur Fiillung einer bestimmten Menge der Chlorverbindung erforderlichen Silbers , sondern Merkmale erfordert, welche die Flussigkeiteii, die man behandelt, selhst mit sich bringen, so konnte ich nicht wissen, ob meine bisher nur auf farhlose Flussigkeiten angewandte Methode sich ebensowohl auf gefarbte wiirde anwenden lassen, so wie sie die Liisungen des Chroms und einiger anderer Metalle liefern. Der Versuch allein konnte entscheiden, wie weit die Genauigkeit der Analyse beim Chromchlorid gehen werde. Besondere Falle , denen analog, welche bereits G a y -L u s s a c bei der Fiillung der Quecksilberoxydsalze durch Silber angegeben hat, unvorhergesehene Schwierigkeiten, ja Unmiiglichkeiten konnten stattfinden und es war meinerseits eine Unvorsichtigkeit , meine Methode als fur alle Chlorverbindiingen anwendbar zu bezeichnen. Ich fiihre dieses nicht in der Absicht an, um das Verdienst, welches sich P C l i g o t durch die Beobachtung, dass ans einer kalten Losung des Chromchlorids durch salpetersaures Silber nur zwei Drittel des in diesern Salze enthaltenen Chlors gefallt werden, erwarb , zu schmalern ; diese Beobachtung scheint mir im Gegentheil sehr interessant und in analytischer Hinsicht sehr wichtig zu sein, denn sie macht es noch nicht ohne weiteres nothig, die Methode zu verwerfen, da es sich nur darum handelt, lingere Zeit dariiber hingehen zn lassen
doi:10.1002/prac.18450360138 fatcat:tci4oezspjejrdcgqsjezcamve