Wissenschaftsjournalismus zwischen Utopie und Netzpessimismus [chapter]

Nicola Kuhrt, Daniel Eggers, Wilfried Hinsch
2019 Öffentliche Vernunft?  
Nicola Kuhrt Wissenschaftsjournalismus zwischen Utopie undNetzpessimismus "Alles wasw ir wissen, beginnt mit einerV ermutung.D er Unterschied zwischen Glauben und Wissen liegt darin, ob die Vermutunge iner objektivenP rüfung standhält.OhneEvidenz kein Wissen",erklärt Anneke Meyer in ihrem Dossier für den Deutschlandfunk, es geht um Irrwegeund Irrsinn. "Soweit die Theorie."¹ Wissenschaftsjournalisten berichten über die Suchen ach Evidenz, über gewonnene Erkenntnisse und Entwicklungenund auch
more » ... klungenund auch über die Auswirkungenvon Wissen und Wissenschaft für Mensch, Tier und Umwelt. Dabeid urchläuft der Journalismus derzeit starke Veränderungen. Diese wurden durch die Entwicklung neuer Technologien ausgelöst und münden in Umwälzungen, die ein neues Leseverhalten der Menschen und eine neue Rezeptionvon Wissen nach sich gezogenh aben. Dies alles bleibt nicht folgenlos für die Frage, welche Rolle Journalismus in der digitalen Moderne einnehmenkann, und somit auch,welche Rolle speziell der Wissenschaftsjournalismus spielen kann und sollte. Lösungen aufd iese Herausforderungk ann dieser Text nicht geben. Beobachtungen und Skizzena us den unterschiedlichen Veränderungsfeldern sollen aber deutlich machen,welche Fragen, Chancen und Herausforderungenmit den derzeitigen Umwälzungen verbunden sind und wie die Rolle des Wissenschaftsjournalisten im Verhältnis vonW issenschaft und Öffentlichkeit zu beschreiben ist.D eutlich werden soll auch, welche Probleme ein geschwächter Wissenschaftsjournalismus für öffentliche Debatten mit sich bringen kann und welche Möglichkeiten für eine Weiterentwicklungesgibt.B ei alledem ist stets der klassische Wissenschaftsjournalistg emeint,d er seineR echerchen und Berichte mit klarem Fokus aufNatur-, Technik-und Medizinwissenschaften betreibt.
doi:10.1515/9783110614244-006 fatcat:dfugurfgvjdqrnxyww2t5hlyem