Ueber Cellulosegährungen

H. Tappeiner
1883 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
Formel CaHgAga O:, verlangt 24.0 pCt. Kohlenstoff, 2.0 pct. Waaserstoff und 54.0 pCt. Silber.) ridem ich eine Reihe von Vereuchen, die einzelnen bei der sehr complicirten Reahtion zwiechen Zucker und EaUr entetehenden Substanzen rein zu erhalten, fibergehe, miichte ich am Schluee nur noch einmal bemerken, daas ich lediglich deshalb, weil ich augenblicklich an der Fortsetzung dieser Uutersuchiing verhindert bin, diese liickenhaften Resultate der chemischen Gesellscbaft iibergebe, dam ich aber
more » ... be, dam ich aber die Absicht babe, spiiter diese Reaktion eingehend zu studiren, um nachzuweisen, daas das Metaceton und das Isophomn in keinem Falle der Condensation des Acetons ihre Entstehung verdanken. Be rlin. Laboratorium der Thierarzneiscbnle. In einer friiberen Mittheilungl) hsbe ich gezeigt, dam man in Flaschen, die mit 1 pCt. Fleischextraktliiatmg und fein vertheiltem Papier oder Baumwolle gefiillt und stePilisirt waren, durch Zusatz einer ldeinen Menge Inhalts des eraten Magens der Wiederkiiuer eine Gtihrung erreugen kann, welche zu einer fast volletiindigen Aufliisung der angewandten Cellulose fiihrt. Die Untersuchung der entwickelten Gase und die Priifung der Reaktion gab sodann das Resultat, dam hierbei ewei Ckllulosegiihrungen entstehen kiinnen, eine wobei nur Kohlenaiiurs und Waeserstoff, die andere wo nur Kohleneiiure und Grubengaa entwickelt werden, beide aber zur Bildung nrgtuiischer Siiuren fhhren. In dieser hlittheilung wurde zum e r s t e n M a l e d u r c h ein Ex p e r i m en t bewiesen , dass auch Cellulose eine vergffhrbare Substanz sei. Die bieherigen einwurfafreien Angaben iiber Cellulosegtihrung bezogen eich nur auf milwskophhe W h h m u n g e n . Das heisst, man beobachtete, dass gewiase Bakterien Zellwiinde anzufressen, ja selbst zu dnrchbohren vermochtep, waa drrreuf hindeutete, dass sie Celluloee zu l6sen im Stande seien. Ich habe diese Cellulosegffbrungen seitber nech mehreren Richtungen verfolgt und gebe das bisher Erlangte in seinen Hauptresultaten hier wieder, wenngleich dasselbe in vielen Punkten noch keinen Ab-9 D i m 'Berichte XV, p. 1001, wo in der Ueberechrift H. Tappeiner statt W. Tappeiner zu lesen iet.
doi:10.1002/cber.18830160250 fatcat:fzw3actmavfwhayvjuzq5s74wy