Ueber die bei der Schwefelsäurefabrication beobachteten Krystalle

R. Weber
1862 Journal für Praktische Chemie  
Wehcr : Bei der Schwcfels%urefabrication beobschtcte Krystalle. 423 keit an; schuttelt man nun die Flussigkeit stark um, so schiiixnit der geschmolzene Korper stark auf, und gesteht plotzlich zu einer festen , weissen, krystallinischen Masse ohne dass eine Ernicdrigung der Temperatur stattgefunden hat. Die gebildete feste Masse, welche in kochendem Wasser nicht schmilzt, sich in Weingeist nicht leicht und in Aether nocli schwerer lost, ist nichts anders als reines Benzoin; sein Gewicht bctragt
more » ... in Gewicht bctragt fast soviel als das des angewandten Hydrobenzoins. Es versteht sich von selbst, dass, wenn man starkere Salpetersaure anwendet und das Gemisch lange erhitzt , man Benzil und nicht Benzoin erhalt , weil lctzteres durch starke Salpetcrsaure leicht in erteres tibergefiihrt werden kann. Das Hydrobenzoin erleidet keine Veranderung weder durch wassrige, noch durch alkoholische Kalilosung ; ein reines Praparat wurde mehrmals mit einer alkoholischen Kalilosung so lange gekocht, bis die Flussigkeit sich in zwei Schichten sonderte, und dennoch bestand die obere Schicht aus nnverandertem Hydrobenzoin, mit einer kleinen Menge Weingeist und Kali gemengt, die nntere aber aus wassriger Kalilosung mit einer kleinen Menge aufgelosten Hydrobenxoins. Keine Spur dieses letzteren war verschwunden ; diese Unangreifbarkeit des Hydrobenzoins durch Aetmkali ist aber sehr bemerkenswerth.
doi:10.1002/prac.18620850153 fatcat:bd25rcfqebefpotkvgqjnym7am