Blutige Vereinigung von Knochenbrüchen

Erich Lexer
1915 Deutsche Zeitschrift für Chirurgie  
der chirurgischcn Universit'5.tsklinik zu Jena, z. zt. beratcnder Chirurg des Marinclazaretts Hamburg. ~Mit 26 Abbildungen.) Unter den Kriegsverletzungen spielen die offenen Frakturen cine groBe Rolle. H/iufiger als bei den Knochenbriichen im l,'rieden ist man gen6tigt, zur blutigen Vercinigung zu greifen. Dies hat mancherlei Griinde. Vor allem kommt die genaue Richtigstellung (Reposition und Retention) oft ins Hintertreffen gegentiber der S o r g e um die Wundheilung und die Bek~mi)fung yon
more » ... Bek~mi)fung yon Infektionen des I~ruchgebiets. Ein g r o b e s Z u r e c h t s t e 1 1 e n wird aul3crdem durch vorhandene Wundinfektionen v e r b ote n, und einer allm/ihlichen Reposition durch Zugverb/inde stellen sich S c h w i e r i g k e i t e n in den Weg, denn bei F.iterungen mu{3 die Wundumgebung weithin zu tibersehen sein, um bei fieberhaftem Verlauf die Jagd auf Senkungsabszesse zu erm6glichen, ebenso bei auftretenden Phlegmonen, weshalb h~ufig attch der gefensterte Gipsverband versagt. Oft verbietet die I.age wm Abszel3-und Gegeninzisionen und das h/iufig notwendige Wechseln der Verb/inde das Anlegen des Zugverbandes oder Apparates. t,'erner k6nnen e i t r i g e O s t e o m y e 1 i t i s u n d Nekrose Pseudarthrosen und Defekte verschulden, denen gegeniiber allerdings oft eine m/ichtige Kallusbildung bei eiternden Splitterbriichen auffallend ist. SchlieI31ich zwingen auch grof3e undschr/igindie WeichteileverlagerteSplitt e r zur operativen Freilegung. l) Nach einem Vortrag, gehalten am 3o. Januar 19~5 im Marinelaza,ett Hamburg.
doi:10.1007/bf02799573 fatcat:2roiglnuhberfbfvwgeo6lusua